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Europa League

Vor dem heißen Tanz: Ärger um Dost

Frankfurts Hinspiel in Straßburg wird von einem Transferstreit überlagert.

22.08.2019

Von SID

Der Wechsel von Bas Dost zur Eintracht ist unklar. Foto: Peter Steffen/dpa

Frankfurt. Auf einmal steht Aussage gegen Aussage – und der Leidtragende heißt Eintracht Frankfurt. Anstatt voller Vorfreude den „heißen Tanz“ in den Play-offs zur Europa League in Angriff zu nehmen, müssen sich die Hessen mit einem nervigen Transferstreit um Wunschspieler Bas Dost herumärgern. Die Hoffnung auf seine Premiere im Eintracht-Trikot schon am Donnerstag droht deshalb zu platzen.

Vor dem Hinspiel bei Racing Straßburg (20.30 Uhr/Nitro) steht mittlerweile sogar in den Sternen, ob der 30 Jahre alte Niederländer überhaupt zum Fußball-Bundesligisten wechseln wird. Dabei schien doch alles schon geregelt. „Sporting Lissabon hat uns im Juli mitgeteilt, dass Bas aus finanziellen Gründen verkauft werden muss, da der Verein sein Gehalt nicht mehr bezahlen kann“, sagte Dosts Berater Gunther Neuhaus im Sportbuzzer, nachdem sein Profi „öffentlich verunglimpft“ worden war.

Der 22-malige portugiesische Meister hatte zuvor quasi aus dem Nichts mitgeteilt, dass „überraschende und kurzfristige Forderungen vonseiten des Spielers die Umsetzung des Transfers verhindern“. Sporting stehe „weiter für eine Vereinbarung zum Nutzen aller Beteiligten zu Verfügung“, seine Interessen will der Klub aus der Hauptstadt aber „kompromisslos“ wahren.

Zumindest die Mannschaft von Trainer Adi Hütter muss den schwelenden Konflikt irgendwie ausblenden – was angesichts der Glücksgefühle, die der vermeintlich perfekte Wechsel bereits ausgelöst hatte, schwierig wird. „Das Spiel wird eine harte Nuss“, sagte Hütter über den französischen Ligapokal-Gewinner, den Torhüter Kevin Trapp noch aus seiner Zeit bei Paris St. Germain kennt: „Wir müssen uns auf einen heißen Tanz gefasst machen. Das Stadion ist eng, das Publikum ist super. Es wird ein tolles, aber kein einfaches Spiel.“

Ängstlich werden die Frankfurter allerdings keinesfalls auftreten, sie haben in der zurückliegenden Spielzeit schließlich Kaliber wie Inter Mailand, Benfica Lissabon und um ein Haar auch den späteren Cup-Sieger FC Chelsea niedergerungen. Zudem hat die SGE durch den jüngsten Erfolg zum Auftakt der Bundesliga alle sechs Pflichtspiele der bisherigen Saison gewonnen.

„Wir wissen, dass die Eintracht eine große Maschine ist und wir der Außenseiter sind“, sagte Straßburgs Coach Thierry Laurey. Auch Trapp glaubt, „dass wir die bessere Mannschaft besitzen. Aber wir müssen den Kampf annehmen“. Um trotz der vielen Partien in den ersten Saisonwochen wieder bereit zu sein, dürfte Hütter vor allem im Mittelfeld rotieren. Vermutlich kehrt der kampfstarke Sebastian Rode in die Startelf zurück. In der Spitze könnte der bullige Goncalo Paciencia seinen Nebenmann Ante Rebic unterstützen. sid

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Erstellt:
22. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. August 2019, 06:00 Uhr

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