Horb · Gäubahn

Vorarbeiten starten noch in diesem Jahr

Nach langem Stillstand soll es mit dem zweigleisigen Ausbau zwischen Horb und Neckarhausen losgehen.

24.02.2021

Von NC

Die ersten Arbeiten für den zweigleisigen Ausbau zwischen Horb und Neckarhausen sollen im Dezember beginnen. Bild:Karl-Heinz Kuball

Wenn alles nach Plan läuft, dann werden noch in diesem Jahr die ersten Vorarbeiten für den zweispurigen Ausbau der Gäubahn zwischen Horb und Neckarhausen starten.

Das hat die Deutsche Bahn auf Anfrage des Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel mitgeteilt, wie aus einer Mitteilung von Fuchtels Büro hervorgeht.

Demnach hatte der Parlamentarische Staatssekretär beim Konzernbevollmächtigten für Baden-Württemberg nach dem Zeitplan für das Projekt erkundigt, das für eine schnellere Verbindung zwischen der Landeshauptstadt und der Schweizer Grenze sorgen soll.

Die Verdoppelung der Gleiskapazität zwischen Horb und Neckarhausen ist eines von mehreren Ausbauprojekten entlang der Strecke, die zu kürzeren Fahrzeiten und einer höheren Fahrplanflexibilität führen sollen.

Beim Streckenabschnitt zwischen Horb und Neckarhausen „handelt es sich um die erste infrastrukturelle Ausbaumaßnahme“ auf der Strecke, die von der Landeshauptstadt bis zur Schweizer Grenze führt, heißt es aus dem Büro des Konzernbevollmächtigten.

Derzeit werden die Ausschreibungsunterlagen unter anderem für die Gewerke Oberleitung, Leit- und Sicherungstechnik, Bautechnik, wozu der Gleisbau und der konstruktive Ingenieurbau zählen, erstellt. Da das zweite Gleis ebenfalls elektrifiziert wird, müssen beiderseits der Gleise neue Oberleitungsmasten aufgestellt werden.

Noch im Laufe dieses Jahres sollen die Bauhauptleistungen vergeben werden. „Das ist eine gute Nachricht“, kommentiert der CDU-Politiker.

Lärmschutz bei Ihlingen

Mit den für den Ausbau erforderlich Rückschnittsmaßnahmen entlang des Bahngleises wird nach Auskunft der Bahn voraussichtlich im Dezember 2021 begonnen. Die bautechnischen Arbeiten vor Ort fänden dann ab Sommer 2022 statt, so die Bahn.

Die Hauptverbindung von
der Landeshauptstadt Richtung Schweiz war zwischen 1866 und 1879 ursprünglich zweigleisig erbaut worden, heißt es im Bauinfo- Portal der Deutschen Bahn. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste jedoch eines der beiden Gleise als Reparationsleistung zurückgebaut werden. Die Zweigleisigkeit im Streckenabschnitt zwischen Horb und Neckarhausen soll es künftig erleichtern, dass Züge einander kreuzen oder überholen. Damit wird ein sogenannter Gleiswechselbetrieb ermöglicht.

Bei einer Störung oder Sperrung können die Züge das Gleis in der Gegenrichtung mit der gleichen Geschwindigkeit wie das Regelgleis befahren. Parallel zum Streckenausbau werden die elektromechanischen Stellwerksanlagen von 1927 im Bahnhof Horb durch Elektronische Stellwerkstechnik (ESTW) ersetzt. Dafür wird ein neues Modulgebäude errichtet. Für diese moderne Technik werden im Bahnhof Horb neue Kabelquerungen und Signale gebraucht, außerdem die veralteten Weichenheizungen modernisiert. Auch müssen die Ein- und Ausfahrweichen in Horb und Neckarhausen an die neuen Erfordernisse angepasst werden.

Bei Ihlingen und Dettingen werden zudem zwei Lärmschutzwände, vier Stützbauwerke und zwei bestehende Stützwände neu errichtet. Außerdem ist es notwendig, die Straßenüberführungen der Bundesstraße B14 sowie der Kreisstraße K 4751 an die neuen Gegebenheiten anzupassen, heißt es aus Fuchtels Büro.

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Erstellt:
24. Februar 2021, 16:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Februar 2021, 16:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Februar 2021, 16:00 Uhr

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