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Kommentar LTT

Vorbei, die sterrigen Zeiten

Über ihren Vorgänger kursierte im LTT ein spöttisches Kunstwort: „Spuhlern“ bedeutete, dass der damalige Chef im Haus allgegenwärtig war, an der Kasse akkurat Prospekte stapelte, um gleichzeitig anderswo immer griffbereite Spielzeithefte unter die Leute zu bringen. Peter Spuhler, Kontrollfreak, Maniac und ewiger Antreiber, der den LTT-Kessel mächtig unter Dampf setzte, ihn aber auch als Durchlauferhitzer für die eigene Karriere nutzte. Die Nachfolgerin brachte das Landestheater zuerst einmal wieder auf normale Betriebstemperatur. Was nicht abschätzig gemeint ist, denn ein erfolgreicher Betrieb soll laufen und nicht rennen, sonst geht ihm irgendwann die Puste aus.

12.07.2014

Simone Sterrs neun Tübinger LTT-Spielzeiten erweisen sich so gesehen als Langzeitprojekt. Keine Intendanz, abgesehen von Fritz („Papa“) Herterichs Patriarchendämmerung vor gut 50 Jahren, zog sich über einen derart ausgedehnten Zeitraum – neun Jahre, das ist für Tübinger Theaterverhältnisse schon recht üppig.Simone Sterr, die erste Frau an der Spitze des LTT, hat diese Zeit gebraucht und teils sog...

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