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Kommentar

Vorbild für andere Klubs

Egal ob im Handball, Basketball oder Eishockey: Überall stöhnen die Vereine über die hohe Belastung und den Terminstress.

09.03.2018

Von SEBASTIAN SCHMID

Bislang blieb es jedoch bei Wehklagen, die Klubs scheuten die Konfrontation mit den Verbänden und Ligen. Die Rhein-Neckar Löwen haben sich nun entschieden, nicht klein beizugeben und gehen auf Konfrontationskurs. Der deutsche Meister riskiert durch den Einsatz seines Drittliga-Teams sogar das Aus in der Champions League.

Wie extrem der Spielplan ist, zeigen zwei Bespiele: Die deutschen Eishockey-Nationalspieler waren nur drei Tage nach dem Olympia-Finale bereits in der Liga wieder im Einsatz. Und die Rhein-Neckar Löwen mussten im Herbst innerhalb von 25 Stunden in Barcelona und Leipzig zwei Spiele bestreiten.

Der Grund für diese Terminhatz ist in allen Sportarten derselbe: Es geht ums Geld. Jeder Verband und jede Liga verdient an den Spielen. Deshalb sollen es so viele wie möglich sein. Die Terminkollision im Handball zeigt, dass der Spielplan inzwischen voll ausgereizt ist. Eine Lösung des Dilemmas ist nur in Sicht, wenn die Ligen auf Partien verzichten. Das tun sie nur, wenn die Zuschauer fern bleiben. Dass sich viele Fans in Kielce das Duellmit dem namlosen Drittligisten anschauen, ist unwahrscheinlich. Insofern ist die Reaktion der Löwen genau die richtige und ermutigt hoffentlich anderen Vereine, ebenfalls zu handeln. Denn nur durch Lamentieren ändert sich am Status quo nichts.

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Erstellt:
9. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
9. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. März 2018, 06:00 Uhr

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