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Kommentar

Vorläufig gerettet

Die Brexit-Bestie hat schon drei konservative Premierminister verschlungen: Margaret Thatcher, John Major und David Cameron. Theresa May konnte den letzten Angriff vorläufig abwehren.

13.12.2018

Von HENDRIK BEBBER

London. Auch viele Abgeordnete, die gegen ihr mit der EU ausgehandeltes Abkommen für einen geregelten Austritt sind, schlugen sich in dieser Existenzfrage auf die Seite ihrer Premierministerin.

Getreu dem englischen Sprichwort „Ich bleibe lieber bei dem Teufel, den ich kenne“, graute es ihnen vor der Zerreißprobe um einen Nachfolger. Bei den scharfen ideologischen Gegensätzen bietet sich niemand an, der wie einst May einem erträglichen Kompromiss entspricht. Zudem sind sich die verfeindeten Lager in der Furcht einig, dass eine Labour-Regierung unter Jeremy Corbyn weitaus schlimmer sei als die miserabelste Form eines Brexits.

Mays Not ist durch diesen Teilsieg nicht zu Ende. Sicherlich erleichtert es sie, dass sie nach den Parteiregeln nun für ein Jahr gegen einen neuen Misstrauensantrag gefeit ist. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass die innerparteilichen Kritiker, die jetzt zähneknirschend für sie gestimmt haben, dies auch für ihren Brexit-Deal tun werden.

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Erstellt:
13. Dezember 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. Dezember 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2018, 06:00 Uhr

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