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Vorspeise für das Referendum der Briten
Spürt Rückenwind für die britischen EU-Gegner: Nigel Farage. Foto: dpa
Referendum

Vorspeise für das Referendum der Briten

In Großbritannien jubeln die EU-Skeptiker. Sie sehen sich durch die Abstimmung in den Niederlanden gestärkt. Premier Cameron hält dagegen.

08.04.2016
  • HENDRIK BEBBER

"Eure Abstimmung war nur die Vorspeise, unser Referendum wird das Hauptgericht," jubelte Nigel Farage über den Sieg der niederländischen EU-Skeptiker. Der Vorsitzende der britischen Ukip sieht das holländische Ergebnis als "Triumph der Demokratie" und hofft, "dass dies nun das restliche Europa ansteckt". Trotz der äußerst geringen Wahlbeteiligung sehen die britischen Befürworter des Austritts aus der EU den holländischen Volksentscheid als Fanal für das britische Referendum am 23. Juni. "Das holländische Volk hat dem ganzen EU-Projekt einen niederschmetternden Schlag versetzt und der Kampagne für den Brexit (britischer Austritt) gewaltigen Auftritt gegeben", kommentiert der "Express". Das rechtskonservative Massenblatt zitiert dazu den Sprecher der "Leave EU", eine der Lobbygruppen, die dafür streitet, dass die Briten beim kommenden Volksentscheid für "verlassen" stimmen. "Dieses Resultat ist für die Briten das Signal, dass es durchaus normal ist, die EU abzulehnen und für die besten Interessen des eigenen Landes einzutreten", sagte Brian Monteith.

Der britische Premier David Cameron sieht jedoch weiter die "nationalen Interessen" Großbritanniens am besten in der EU vertreten. Zwölf Millionen Euro kostet der Druck und die Verteilung von Infos, die jeder Haushalt auf der Insel bekommen wird. Auf die Proteste der EU-Austreter entgegnete Cameron: "Wir sind in dieser Frage nicht neutral und denken, dass der Austritt eine schlechte Entscheidung wäre. Eine Menge Leute möchten wissen, was die Argumente für die weitere Mitgliedschaft sind und was die Regierung dazu denkt."

Doch der Widerstreit der Meinungen hat wie in der Vergangenheit zu einer Spaltung in der konservativen Partei geführt. Londons Bürgermeister Boris Johnson verdammte die Infos seines Parteifreundes als "voreingenommen und hysterisch. Es ist völlig rausgeschmissenes Geld."

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08.04.2016, 06:00 Uhr

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