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Städtische Pressestelle wünscht sich eine Aufstockung – nicht nur für soziale Medien

Vorstoß in Richtung Facebook

Eine halbe Stelle mehr hätte die städtische Stabsstelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gerne. Unter anderem könnte damit ein Facebook-Auftritt der Tübinger Verwaltung bewerkstelligt werden.

25.11.2014
  • SABINE LOHR

Tübingen. Innerhalb der Tübinger Stadtverwaltung ist einer ganz besonders aktiv auf Facebook: Oberbürgermeister Boris Palmer. Er postet nicht nur städtische Erfolge, sondern lädt zu Debatten ein, gibt seine Meinung zu allem Möglichen kund, verlinkt zu Berichten über ihn und lädt zu Abstimmungen ein. Es ist eine private Seite, die mit der Stadtverwaltung nichts zu tun hat und die ihm immer schon sowohl Lob als auch Kritik eingebracht hat.

Palmer will aber parallel dazu auch einen städtischen Facebook-Auftritt. Dafür wünscht er sich seit zwei Jahren eine kleine Aufstockung in der mit zwei Planstellen ausgestatteten Pressestelle. Die hat ihm der Gemeinderat jedoch immer verwehrt. Jetzt kommt das Thema kurz vor den Haushaltsberatungen wieder auf den Tisch – und der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats ist gar nicht mehr so abgeneigt.

Statt der Fünftel-Stelle, die Palmer für den Auftritt im Netz beantragte, wünscht sich die Leiterin der Pressestelle Sabine Schmincke aber nun eine halbe Stelle mehr. „Mit einer ganzen Stelle wäre ich glücklicher“, sagte sie am Donnerstag dem Ausschuss. Die Erfüllung dieses Wunsches stufte sie selbst aber sogleich als „utopisch“ ein.

Schmincke begründete den Wunsch mit den Aufgaben der Pressestelle, die in den vergangenen Jahren immens zugenommen hätten. Allein die Zahl der Pressemitteilungen, die die Stadt verschickt, seien von 325 im Jahr 2006 auf rund 500 gestiegen. Dazu kommen die Homepage der Stadt, die App, die zahlreichen Faltblätter, die so genannten Microsites (kleine Internetauftritte zu bestimmten Themen wie etwa Tübingen macht blau oder Radfahren), die Bilderflut, die Seite für „Tübingen im Fokus“, Pressetermine, Anfragen von Medienvertretern und so weiter und. Mit dem derzeitigen Personal sei das alles kaum zu bewältigen. Vieles müsse gar abgelehnt werden. Zudem hat die Pressestelle kein Sekretariat.

Mit der Aufstockung könnte eventuell eine Mitarbeiterzeitung produziert werden. Auch Sprachvarianten – etwa englisch oder türkisch – für die Homepage wären wünschenswert. Und eben eine städtische Facebook-Seite. Die werde, so versprach Schmincke auf Nachfragen aus dem Gremium, keinesfalls politisch sein. „Und ob der Oberbürgermeister auch auf dieser Facebook-Seite posten wird, weiß ich nicht“, sagte Schmincke. Sie sei sich aber sicher, dass Palmer auf seine private Seite nicht verzichten werde, wenn es einen städtischen Facebook-Auftritt geben sollte. Sabine Lüllich (CDU) deutete an, dass ihr die Palmer-Seite genüge. „Einen besseren Facebook-Auftritt als Palmer kann die Stadt gar nicht haben“, lobte sie den OB.

Palmer selber konnte dazu nichts sagen. Er weilte noch in Singapur, weshalb Baubürgermeister Cord Soehlke die Sitzung leitete. „Lassen Sie uns doch einfach mal soft einsteigen. Es geht ja nicht um ein Diskussionsforum, sondern einfach um die Präsenz auf Facebook“, bat er.

„Die Tendenz in unserer Fraktion ist die Unterstützung Ihres Wunsches“, sagte Dorothea Kliche-Behnke (SPD). Sie erinnerte auch daran, dass der Gemeinderat im vergangenen Jahr einen Facebook-Auftritt nicht grundsätzlich abgelehnt habe – die Stellenaufstockung dafür aber schon.

Zu entscheiden hatte der Ausschuss über die Stellenaufstockung nicht. Bei der Haushaltsberatung soll im Gemeinderat darüber eventuell noch einmal diskutiert werden.

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25.11.2014, 12:00 Uhr

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