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TüBus umsonst

Vorwurf ist infam

In einem Leserbrief (15. Juni) warf Altstadthändler Thomas Doster der Gruppe ZAK³ vor, sie habe „dazu aufgerufen, die Einzelhändler, die das gelbe Plakat im Schaufenster aushängen haben, zu boykottieren. Wir hatten mal in Deutschland eine „Braune Zeit“: Kauft nicht bei Juden!“ Hier die Antwort des ZAK³.

20.06.2012

Sehr geehrter Herr Doster. Offensichtlich haben Sie das Flugblatt der Gruppe ZAK³ (Gruppe gegen Kapitalismus, Krieg und Kohlendioxyd) nicht gelesen, sonst hätten Sie bemerken müssen, dass der von Ihnen beanstandete Redebeitrag nicht vom ZAK³ kommen kann.

Ein Auszug aus dem Flugblatt:

„Wir sagen ja zu einer lebenswerten Stadt, zum Nulltarif im öffentlichen Stadtverkehr, zur sozialen und kulturellen Teilhabe für alle! Wir sagen nein zum Autofetischismus, zum Klimakollaps, zur Kommerzialisierung aller Lebensbereiche! Alle, auch die Händler, werden profitieren vom Zurückdrängen des Autoverkehrs und von einem ticketfreien ÖPNV. Deshalb: TüBus umsonst statt Parken umsonst.“

Der Versuch von Thomas Doster, der Gruppe ZAK³ Nazimethoden anzuhängen, um Kritik abzuwehren und gleichzeitig damit Gemeinderat Bruno Gebhart-Pietzsch zu treffen, ist infam. Er zeugt von peinlicher Geschichtslosigkeit. Ich empfehle die Lektüre „Zerstörte Hoffnungen – Wege der Tübinger Juden“, 1995 herausgegeben von der Geschichtswerkstatt Tübingen.

Siegfried Gack, Bühl

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20.06.2012, 12:00 Uhr

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