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China

Währung: IWF will Yuan aufnehmen

China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Mit der Aufnahme des Yuan ins System des IWF käme China in die Top-Währungs-Liga.

26.11.2015
  • DPA

Peking/Washington: Lange musste sich Peking gedulden, doch am kommenden Montag wird es aller Voraussicht nach so weit sein: Der Internationale Währungsfonds (IWF) in Washington entscheidet, ob der Yuan in die Welt-Liga der Währungen aufgenommen wird. Die Chancen stehen gut. Nachdem sich IWF-Chefin Christine Lagarde bereits für den Plan ausgesprochen hat, rechnen die meisten Experten damit, dass auch das Führungsgremium des Fonds zustimmt. Die chinesische Währung würde dann Teil des sogenannten Währungskorbes.

Dieser Korb ist die Grundlage für die "Sonderziehungsrechte" - eine Kunstwährung, in der der IFW rechnet und unter anderem Finanzhilfen auszahlt. Bisher gehörten der US-Dollar, der Euro, das britische Pfund und der japanische Yen zu dieser globalen Währungselite.

"China wird damit auch vom IFW ein größere Bedeutung zugesprochen", sagt der Ökonom Mei Xinju. "Es ist ein weiterer Schritt, der das Vertrauen in den Yuan als internationale Währung stärken wird." Doch auch ohne die neue Rückendeckung des IWF hat das Reich der Mitte in den vergangenen Jahren bereits viele Schritte unternommen, um seinem strategischen Ziel näher zu kommen: Die Vormachtstellung der USA an den Finanzmärkten soll zurückgedrängt und der Yuan neben dem US-Dollar als weitere große Weltwährung etabliert werden.

Peking geht dabei generalstabsmäßig vor. Seit 2009 hat China insgesamt 39 sogenannte Swap-Abkommen mit anderen Ländern geschlossen. Wo China früher mit Handelspartnern Geschäfte in Dollar abrechnete, geschieht das nun direkt in der eigenen Landeswährung.

Auch der laufende Aufbau der "neuen Seidenstraße" gibt dem Yuan Auftrieb. Für das globale Handelsnetz, das in Zukunft über 60 Staaten umfassen soll, investiert Peking weltweit Milliarden in Straßen, neue Bahnstrecken und Hafenanlagen. "Ein immer größerer Teil dieser Investitionen wird nicht mehr in Dollar, sondern direkt in Yuan getätigt", sagt die chinesische Währungsexpertin Zhang Monan.

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26.11.2015, 08:30 Uhr

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