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Wahlleute stimmen über Donald Trump ab
Elektoren in Georgia bei der Auszählung. Foto: dpa
USA

Wahlleute stimmen über Donald Trump ab

Für den designierten Präsidenten ist das Electoral College die letzte Hürde vor dem Einzug ins Weiße Haus. Das Ergebnis wird am 6. Januar bekanntgegeben.

20.12.2016
  • DPA

Washington. In den USA sind am Montag die Wahlleute zusammengekommen, um die letzte Weiche für die Präsidentschaft von Donald Trump zu stellen. Unter den 538 Wahlmännern und -frauen in 50 Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington hat Trump eine klare Mehrheit von 306 Stimmen. Die Wahl erfolgt schriftlich und getrennt nach Bundesstaaten. Ein Ergebnis wird offiziell am 6. Januar verkündet. Der 45. Präsident der USA soll am 20. Januar vereidigt werden.

Der Bundesstaat Indiana machte am Vormittag (Ortszeit) den Auftakt. Alle elf Wahlmänner stimmten erwartungsgemäß für Trump, berichteten US-Medien. Bis zum Mittag war kein Fall von Abtrünnigkeit eines Wahlmannes oder einer Wahlfrau bekanntgeworden. Theoretisch ist eine Entscheidung gegen Trump möglich – dazu müssten jedoch mindestens 37 Wahlleute gegen das Wahlergebnis ihres Bundesstaates votieren. Das wäre nicht nur einzigartig in der US-Geschichte. Es gilt unter Experten auch als höchst unwahrscheinlich.

Die Wahlleute sind von den Gesetzen der Bundesstaaten und vom Regelwerk ihrer Partei in unterschiedlicher Strenge dem Wahlergebnis verpflichtet. Sollte in der Tat keine Mehrheit für Trump zustandekommen, müsste das Repräsentantenhaus entscheiden. Dieses ist fest in der Hand der Republikaner.

Interessengruppen hatten im Vorfeld teils massiv versucht, die Wahlleute mit Hilfe einer Flut persönlicher E-Mails oder Textnachrichten davon zu überzeugen, dass der Populist Trump noch im letzten Moment gestoppt werden müsse. Fünf Millionen Menschen unterzeichneten eine entsprechende Online-Petition. Als Argument führten Trump-Gegner unter anderem ins Feld, dass 2,8 Millionen Amerikaner mehr für Hillary Clinton als für Trump gestimmt hatten. Ferner soll laut dem US-Geheimdienst CIA und der Bundespolizei FBI Russland die Wahl im Sinne von Donald Trump beeinflusst haben. Dies müsse erst eingehend untersucht werden.

Trump hatte noch im Wahlkampf die Institution des Electoral College scharf kritisiert. In einer Rede am Samstag in Mobile (Alabama) bezeichnete er sie dagegen als großartig. dpa

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20.12.2016, 06:00 Uhr

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