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Portoroz

Walschützer bemängeln Hintertüren

Beim Treffen der Walfang-Kommission sollen einige Schlupflöcher auf den Prüfstand kommen.

24.10.2016
  • Portoroz

Portoroz. Der kommerzielle Fang von Großwalen ist weltweit verboten. Vor 30 Jahren trat ein entsprechendes Moratorium in Kraft. Die Maßnahme rettete Naturschützern zufolge hunderttausenden Meeressäugern das Leben und verhinderte das Aussterben etlicher Arten. Wenn sich die Internationale Walfang-Kommission (IWC) von heute an im slowenischen Adria-Bad Portoroz zu ihrer Jahrestagung trifft, werden aber auch Schlupflöcher zur Sprache kommen, die das Fangverbot aufweist.

„Feierstimmung kommt nicht auf, solange drei Walfang-Länder dieses Verbot unterwandern“, sagt Nicolas Entrup, Berater der Umweltorganisation Ocean Care. Norwegen – das Land, das die meisten Wale jagt – hatte gegen das Moratorium Einspruch erhoben, Island meldet Vorbehalte an. Japan beruft sich auf die Klausel, die einen sehr beschränkten Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt. Das japanische Walfang-Programm erfüllt aber diese Kriterien nicht und hat einen eher kommerziellen Charakter. Dies bestätigt ein Urteil des Internationalen Gerichtshofs (IGH) aus dem Jahr 2014.

Geringe Vermehrungsrate

So fallen nach Angaben von Ocean Care immer noch jährlich 2000 Wale der Harpune zum Opfer. Zwar waren es vor dem Moratorium 30 000 im Jahr. Da sich aber die großen Meeressäuger nur über lange Zeiträume und in geringer Zahl vermehren, kann für einzelne Arten auch die Tötung relativ weniger Tiere zur Bedrohung werden.

Die IWC hat 88 Mitgliedsländer, unter ihnen sind sowohl Walfang-Befürworter und als auch -Gegner wie Deutschland. dpa

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24.10.2016, 06:00 Uhr

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