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Höhenflug endet jäh in Hagen

Walter Tigers rutschen nach 66:76 auf Platz 15

Die Mini-Serie ist gerissen: Trotz kurzfristiger Verstärkung verlor Basketball-Erstligist Walter Tigers Tübingen gestern vor 3090 Zuschauern bei Phönix Hagen mit 66:76 (31:43).

05.11.2012
  • Hansjörg Lösel

Hagen. „Dieses Spiel war sehr wichtig für uns, aber wir haben den Sieg wirklich nicht verdient“, sagte Tübingens Trainer Igor Perovic während der Busfahrt. Die Tigers kehren mit leeren Händen zurück – dabei schien in der Enervie-Arena durchaus der dritte Sieg in Folge möglich. Doch von Selbstvertrauen war wenig zu spüren, über die gesamte Partie hinweg lag Phönix Hagen immer in Führung. Nach schwachem Start der Tigers (2:8) war Tübingen wieder dran auf 9:10, als Hagen drei Dreier in Folge verwandelte und den Vorsprung auf 19:11 ausbaute. Was Perovic im Vorfeld unbedingt verhindern wollte, war eingetreten: Phönix war ins Rollen gekommen, Hagen setzte seinen schnellen Stil durch. „Wir haben wieder so einen langsamen Start erwischt, das ist besonders auswärts schlecht“, sagte Perovic, „es heißt immer, dass unsere erste Fünf so stark ist, aber das müssen wir auch mal beweisen!“

Hagen erhöhte bis auf 29:14 – Auszeit Tübingen. Zunächst ohne Erfolg, erst nach dem 32:16 für Hagen starteten die Tigers einen kleinen Lauf und hatten nach vier Punkten von Johannes Lischka zum 27:38 zumindest wieder Sichtkontakt. Zur großen Pause führte Hagen mit 43:31, weil Tübingen beim Rebound überraschend klar unterlegen war, etliche Punkte an der Freiwurflinie liegen ließ und aus bis dahin bereits 12 Ballverlusten der Hagener kaum Kapital schlug. „Wir hatten früh einen Run und hätten uns schon absetzen können, aber dann zog bei uns der Schlendrian ein“, sagte Phönix-Trainer Ingo Freyer.

In die zweite Hälfte startete Perovic mit einer kleineren Aufstellung: Statt Kenny Frease stand Johannes Lischka neben Young, Redding und Duggins auf dem Parkett, Nash rückte auf die Center-Position. „Das hat ganz gut geklappt“, sagte Perovic. Hagen kam nun in Foul-Probleme: Dino Gregory und Routinier Bernd Kruel mussten mit je vier Fouls auf die Bank – damit fehlten Phönix die besten Rebounder. Dennoch kam Tübingen einfach nicht entscheidend heran (47:59 nach dem dritten Viertel).

Nach einem Unsportlichen Foul von Adam Hess an Nash starteten die Tigers einen kleinen Zwischenspurt zum 52:59. Ein kurzes Aufbäumen – Davin White konterte mit vier Punkten in Serie für Hagen, zudem kassierte auch Young ein Unsportliches Foul. Dennoch ließen sich die Tigers nicht abschütteln, vier Duggins-Punkte sorgten drei Minuten vor Schluss wieder für den Anschluss (62:69). Zudem mussten Kruel und Gregory mit fünf Fouls raus, aber ausgerechnet in dieser Phase schaffte Hagen mit fünf Punkten in Folge zum 74:62 die Vorentscheidung. Zum schlechten Schluss aus Tiger-Sicht unterliefen Young zwei Ballverluste, Lischka kassierte noch ein Unsportliches Foul – Tübingen kassierte im vierten Auswärtsspiel die dritte Niederlage und rutscht hinter Hagen auf Platz 15 ab.

„Unsere Verteidigung war okay, wir haben Hagen bei 76 Punkten gehalten“, sagte Perovic, „aber unsere 66 Punkte sind einfach zu wenig, daran müssen wir arbeiten“. Nur zwei von elf Dreier-Versuchen fanden ihr Ziel, auch Distanz-Spezialist Vaughn Duggins war diesmal kein Faktor. Lediglich 8 Assists sind ebenfalls Negativ-Rekord in dieser Saison. „Wir müssen aus dem Spiel heute lernen und den Kampf annehmen“, sagte Perovic – der Spielplan lässt den Tigers keine andere Wahl. Würzburg, Braunschweig und Bamberg heißen die nächsten Gegner, diese Aufgaben scheinen nicht einfacher als die gestrige in Hagen. Von den Top Ten der Liga, dem zu Saisonstart selbst gesteckten Ziel, sind die Tübinger derzeit jedenfalls ein ganzes Stück entfernt.

Walter Tigers rutschen nach 66:76 auf Platz 15
Tigers-Trainer Igor Perovic war enttäuscht nach der Niederlage in Hagen: „Es heißt immer, dass unsere erste Fünf so stark sei, aber das müssen wir auch mal beweisen!“ Archvibild: Ulmer

Im Abschlusstraining am Samstag hatte sich der Tübinger Center Kenny Frease am Rücken verletzt. Nicht so schlimm, dass Coach Igor Perovic in Hagen auf ihn verzichten wollte – doch mehr als 11:39 Minuten Spielzeit waren nicht drin. Der 2,11 Meter große Amerikaner kam nur auf 4 Punkte und 2 Rebounds, unter den Körben dominierte Hagen mit dem 38-jährigen Bernd Kruel und Dino Gregory. Nach der großen Pause blieb Frease fast durchgehend auf der Bank, die Tigers spielten mit Lischka und Nash auf den großen Positionen. Perovic geht davon aus, dass Frease in den kommenden Spielen wieder fit zur Verfügung steht: „Ich hoffe, dass er spielen kann, wir brauchen ihn für die wichtigen Spiele jetzt“.

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05.11.2012, 12:00 Uhr

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