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Es fehlen die lauten Worte

Walter Tigers verlieren den letzten Test gegen SIG Straßburg 71:72

Nur bedingten Aussagewert hat die 71:72 (32:38)-Niederlage der Tübinger Erstliga-Basketballer gegen den 13. der französischen ersten Liga. Doch die Tigers haben sich teilweise rehabilitiert für die peinliche 51:84-Niederlage der Vorwoche. 500 Zuschauer sahen am Samstag die neue Rotation: Neun Tiger hatten mehr als zehn Minuten Spielzeit – darunter drei Deutsche.

27.09.2010
  • bernhard schmidt

Tübingen. Sein Team habe sich im Vergleich zu den Vorwochen kontinuierlich verbessert, bilanzierte Igor Perovic nach der knappen Niederlage gegen die Franzosen. Zufrieden zurücklehnen kann und will sich der Tigers-Chefcoach aber nicht: „Es gibt noch einiges zu tun, es läuft noch nicht perfekt. Zu den hundert Prozent, die wir für die Bundesliga brauchen, fehlt noch ein Stück.“

Es fehle noch an der teaminternen Kommunikation, waren sich Tigers-Kapitän Jay Thomas und Johannes Herber einig. Symptomatisch eine Szene Mitte des letzten Viertels, als sich die körperlich sehr präsenten Franzosen vier Mal hintereinander gegen zögerliche Tiger den Offensiv-Rebound holten. „Wir müssen vor allem in der Defensive mehr miteinander reden. Es gibt noch zu wenig Spieler, die richtig laut sind“, forderte Herber nach dem Spiel.

Angesprochen fühlen musste sich vor allem Center Anatoly Kashirov, der nach Missgeschicken oft mit sich selbst beschäftigt war und der sich häufig unterm Korb von den körperlich robusteren Straßburgern wegschieben ließ. Auf eine immer noch ansehnliche Statistik (15 Punkte, 5 Rebounds) kam der 2,15 Meter große Russe dank einer starken Phase im dritten Viertel. „Anatoly ist ein Riesentalent, er braucht noch Zeit“, stärkt Petrovic dem 23-Jährigen den Rücken. Kenny Williams, der andere Center, hatte schon kurz nach Ende des ersten Viertels das dritte Foul kassiert und verbrachte außergewöhnlich viel Zeit auf der Bank.

Eine lange Anlaufzeit brauchte auch Radovan Markovic. Der Serbe, eigentlich verpflichtet als treffsicherer Dreierschütze, versenkt im Training fast jeden Dreier – so hört man. Gestern aber hatte er mit vier Fehlversuchen von der erweiterten Dreierlinie das Visier komplett verstellt. Mit einer guten Abwehrleistung und zwei Treffern aus der Halbdistanz konnte sich der Shooting Guard wenigstens in der zweiten Hälfte noch einigermaßen in Szene setzen.

Mit freundlichem Beifall wurden die anderen vier Guards bedacht: der gewohnt starke Passgeber Branislav Ratkovica, sein Vertreter Nicolai Simon, der, obwohl aus der Statistik kaum ersichtlich, so grundsolide spielte wie Jay Thomas. Ex-Nationalspieler Herber kommt nach seiner langen Verletzungspause immer besser in die Gänge, räumt aber auch ein, dass er selbst „noch ein paar Baustellen“ hat: „Ich bin zwar zufrieden mit meiner Entwicklung, aber da ist noch Luft nach oben. Manchmal reagiere ich noch zu langsam.“

Die Tigers, mit Watts, Kashirov, Oliver, Herber und Ratkovica ins Spiel gegangen, liefen bis ins letzte Viertel meist einem Rückstand hinterher: Nach dem ersten Durchgang lagen sie 15:21 zurück, zur Halbzeitpause 32:38. Mitte des letzten Viertels schienen die Tübinger das Spiel noch drehen zu können (60:56, 63:59), doch fünf Punkte in Folge von Straßburgs Spielmacher Abdoulaye Mbaye zur 70:66-Führung knapp eine Minute vor dem Ende brachte schließlich die Vorentscheidung. „Da haben wir einige Fehler gemacht, die uns den Sieg gekostet haben“, bilanzierte Herber.

Walter Tigers: Herber (12), Ratkovica (10 Pkte, 5 Assists , Markovic (6), Kashirov (15 Pkte, 5 Rebounds.), Oliver (15 Pkte, 4 Reb), Watts (7), Williams (6).

Walter Tigers verlieren den letzten Test gegen SIG Straßburg 71:72

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27.09.2010, 12:00 Uhr

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