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Geheimnisvolle Ikonen

Wander-Ausstellung der Malerin Michaela Eger wurde gestern eröffnet

Im Konventgebäude ist die Ikonen-Ausstellung noch bis 17. Januar zu bewundern. Die Künstlerin ist Michaela Eger aus Karlsruhe. Sie gewährte bei der Vernissage den Besuchern einen Einblick in ihre Arbeit.

30.11.2015
  • petra Haubold

Kirchberg. Etliche Gäste besuchten die Vernissage. Pfarrer Matthias Grössing zeigte sich mit dem gelungenen Auftakt der Ausstellung zufrieden, denn natürlich sei es schön eine solche Ausstellung mit geistlichem Hintergrund im Kloster Kirchberg präsentieren zu können: „Gerade jetzt über Weihnachten und Neujahr kommen viele Besucher ins Haus.“ Und denen könne wieder einmal eine interessante und abwechslungsreiche Schau gezeigt werden. Als Mitglied der Berneuchener Gemeinschaft sei es für Michaela Eger quasi ein Heimspiel hier auszustellen, sagte Gössling.

Aber auch sonst ist die in Karlsruhe lebende freischaffende Künstlerin keine Unbekannte auf dem Kirchberg. Hatte sie doch im Jahr 1989 angefangen, hier Malkurse zu besuchen. Unter Leitung des Ikonenmalers Viktor Preibisch aus Freiburg tat sie ihre ersten Schritte in der Ikonenmalerei. Dabei hat die mittlerweile 65-Jährige für diese Art der Kunst Feuer gefangen. Im Laufe der Jahre besuchte sie dann mehrere Kurse bei Ikonenexperten und entwickelte sich in ihrer Malerei ständig weiter. Seither lässt sie die Leidenschaft für die ostkirchliche Ikonenkunst nicht mehr los. Sie wolle mit ihrer Malerei den Glauben nahe bringen und die religiösen Werte vermitteln, beschrieb die Malerin, die in ihre Arbeiten selbst einführte.

Ihre Bilder eröffneten den Besuchern bei einem Rundgang einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der alten geheimnisvollen Gottes- und Heiligendarstellungen. Insbesondere die eigentümliche Bildsprache der Ikonen faszinierte die Betrachter sichtlich. Die kenntnisreiche Darstellung der Malerin ließ wunderbar eintauchen in die gelebte Frömmigkeit der Ostkirchen. „Das Schwierigste ist immer das Verwenden von Blattgold“, erklärte die Künstlerin die aufwendigen Vorarbeiten. Der Hintergrund beinhaltet nämlich fast immer Blattgold oder ist in Ockerfarben gehalten.

Zumeist mit Eitemperafarben, also reinen Naturfarben malt sie die leuchtenden, sehr intensiven Motive. Den Vorgaben aus der Überlieferung gemäß wird die Madonna rot-blau gemalt, das Hemd des Christus ist rot, sein Überwurf blau, verriet die Künstlerin. Neben Madonnen- und Christusdarstellungen malt Michaela Eger hauptsächlich Heilige, wie beispielsweise den heiligen Johannes. Zu sehen sind die Ikonenbilder auf Seitentüchern und Holztafel-Malereien.

Info Die Ausstellung von Michaela Eger kann bis 17. Januar 2016 im Erdgeschoss des Konventgebäudes von Kloster Kirchberg besichtigt werden.

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30.11.2015, 01:00 Uhr

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