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Glas statt Kupfer

Wannweil bekommt das schnelle Internet

Am 20. Oktober ist es soweit: Die Telekom schaltet das schnelle Internet frei. VDSL über Glasfasernetz öffnet Wannweil den schnellen Weg ins Internet.

10.10.2014
  • fk

Wannweil. In knapp vier Monaten Bauzeit hat die Telekom 13 Kilometer Glasfaser verlegt, 14 neue Multifunktionskästen aufgestellt und rund eine Million in die Wannweiler Infrastruktur investiert, sagte Telekom-Sprecher Winfried Hörmann stolz. Er bedankte sich gestern bei einem Pressegespräch für die reibungslose Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

Die war allerdings von sich aus tätig geworden. Hauptamtsleiter Volker Steinmaier erinnerte sich, wie die Gemeinde schon 2013 von einem Plakat aufgeschreckt worden sei: „Mediendorf im Schneckentempo“. Schon um die Jahrtausendwende sei die Mediendorf-Initiative aktiv geworden. Im Lauf der Jahre allerdings ist der Abstand zum Gewünschten und zum technisch Möglichen groß geworden.

Versorgt wird Wannweil vom Knoten Betzingen mittels Kupferkabeln. Je länger die sind, desto stärker bremsen sie das Datensignal. Besonders darunter litten in Wannweil das Gebiet Richtung Kirchentellinsfurt, das Gewerbegebiet an der Robert-Bosch-Straße und am Unteren Mühlweg. Die Verfügbarkeit des herkömmlichen DSL-Netzes lag Anfang 2009 bei fast 100 Prozent. 85 Prozent hatten Anschlüsse mit einer Bandbreite von zwei bis sechs MBit/Sekunde, 15 Prozent nur mit höchstens einem MBit/Sekunde: „Das war der weiße Fleck in der Grundversorgung“, sagte Hörmann.

Das neue Netz arbeitet mit VDSL Vectoring und macht Downloads mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 MBit/Sekunde möglich. „Bis zu“ ist wichtig, sagt Hörmann und schätzt, dass 80 Prozent der Haushalte mit 80 MBit versorgt werden. Die Telekom hat zwar Glasfaserkabel parallel zu den alten Kupferkabeln verlegt, die letzte Strecke zu den Haushalten besteht aber immer noch aus Kupferkabeln. „Eine kleine Bremse“, sagt Hörmann. Nach 200 Metern sinkt die Leistung auf 85 Prozent, nach 400 Metern auf 50 Prozent, dann geht es steil abwärts. Das neue Netz ist so leistungsstark, verspricht die Telekom, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig funktionieren. Die Telekom investiert in Glasfasernetze und Vectoring-Technik vier Milliarden Euro im Jahr. Den Ausbau des Netzes in Wannweil hat allein die Telekom finanziert.

Im Sommer nächsten Jahres soll das ganze Ortsnetz Reutlingen mit der Vorwahl 0 71 21 auf die neue Technik umgestellt sein. Am 20. Oktober wird nicht nur in Wannweil die neue Technik angeschaltet, sondern auch in Kirchentellinsfurt, in Teilorten im Reutlinger Nordraum, im Südwesten Reutlingens und in Pfullingen.

Für den, der nichts unternimmt, bleibt alles beim Alten. Wer die neue Technik nutzt, zahlt etwa fünf Euro mehr als bisher.

Info Gemeinde und Telekom laden zum Informationsabend am Dienstag, 14. Oktober, um 19 Uhr ins Wannweiler Gemeindehaus ein.

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10.10.2014, 12:00 Uhr

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