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Warnstreiks in der Metallindustrie

Gestern endete die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie. Jetzt wird es auch in Baden-Württtemberg zu Warnstreiks kommen.

29.04.2016
  • DPA

Pforzheim. Die IG Metall hat im Südwesten nach Ablauf der Friedenspflicht für heute Freitag Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie angekündigt. Die Tarifparteien waren nach der dritten Verhandlungsrunde für die 800 000 Beschäftigten der Branche gestern ohne Einigung auseinander gegangen. Es habe erste kleine konstruktive Ansätze gegeben, sagte Südwestmetall-Chef Stefan Wolf in Pforzheim. Darauf könne man in Zukunft aufbauen. Landesbezirksleiter Roman Zitzelsberger sagte hingegen, inhaltlich sei man nicht nennenswert weitergekommen.

Die Arbeitgeber hatten in der dritten Gesprächsrunde ein "alternatives Angebot" vorgelegt. Ab April sollte es danach eine Entgelterhöhung in zwei Stufen geben, die sich bei einer Laufzeit von 24 Monaten auf insgesamt 2,1 Prozent summieren. Hinzu komme eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent über zwölf Monate. Das bedeute angesichts der niedrigen Inflation eine echte Reallohnsicherung, sagte Wolf.

Die IG Metall lehnte das - wie schon in anderen Tarifbezirken - ab. "Zu wenig bleibt zu wenig und wird auch nicht mehr, wenn man es neu verpackt", sagte Zitzelsberger und bezeichnete das zweite Angebot als "Kosmetik". Die Gewerkschaft hatte eine Einkommenssteigerung von 5 Prozent gefordert.

Die IG Metall rief bundesweit zu Warnstreiks auf. Im Südwesten rechnet die Gewerkschaft schon heute mit mehr als 40 000 Teilnehmern aus mehr als 150 Betrieben. Im Südwesten beginnen die Warnstreiks noch mit der Nachtschicht bei Mercedes-Benz in Rastatt und bei Kolbenschmidt in Neckarsulm. Am Vormittag folgen weitere Betriebe. So legen die Beschäftigten unter anderem bei Aesculap in Tuttlingen und auch bei Mahle in Stuttgart die Arbeit nieder.

Die IG Metall Mannheim ruft bei der EvoBus im Mercedes-Benz-Werk Mannheim zu Warnstreiks auf. Die IG Metall Esslingen kündigte Aktionen unter anderem bei Bosch Thermotechnik in Wernau, Dürr Ecoclean in Filderstadt und den ThyssenKrupp Aufzugswerken in Neuhausen an.

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29.04.2016, 06:00 Uhr

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