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Stuttgart

Warnung vor Verurteilung des Diesels

Politik und Gewerkschafter im Südwesten warnen vor dem Hintergrund des VW-Abgasskandals vor dem Verlust von Arbeitsplätzen.

05.11.2015
  • dpa

Stuttgart. Der Diesel dürfe nicht in Misskredit geraten, hieß es in einer Erklärung von Wirtschaftsministerium, IG Metall und Betriebsräten von baden-württembergischen Automobilherstellern und Zulieferern am Donnerstag. «Niemand sollte die deutsche Autoindustrie und vor allem die dort Beschäftigten unter einen Generalverdacht stellen», sagte Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD).

Der Skandal um die Manipulation von Abgaswerten bei Dieselfahrzeugen von Volkswagen sorgt für einige Nervosität in der Branche. Bosch-Chef Volkmar Denner hatte jüngst eine Kampagne für den Diesel gefordert. Neue Dieseltechnologie sei unverzichtbar auf dem Weg zu niedrigeren CO2-Emissionen. Die Gewerkschafter fürchten um Arbeitsplätze: In Deutschland sind den Angaben zufolge mehrere Zehntausende Menschen bei Herstellern und Zulieferern mit der Entwicklung und dem Bau von Dieselmotoren beschäftigt. Die deutschen Zulieferer arbeiteten unter Hochdruck daran, den Schadstoffausstoß weiter zu verringern.

Vergangene Woche hatte die EU die Rahmenbedingungen für neue Abgastests festgezurrt, bei denen die Laborwerte näher am tatsächlichen Schadstoffausstoß auf der Straße liegen. «Das ist ein tragbarer Kompromiss zwischen Umweltinteressen, den Möglichkeiten der Automobilhersteller und den Bedürfnissen der Beschäftigten», sagte IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger.

Warnung vor Verurteilung des Diesels
Nils Schmid warnt vor einem Generalverdacht. Foto: Bernd Weißbrod/Archiv

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05.11.2015, 12:00 Uhr

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