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Aus dem Gleis gesprungen

Warum Markus Robold seinen Rückzug von den Horber Schienentage verkündet hat

Im Getriebe der Führungslok der Horber Schienentage knirscht es: Mit Markus Robold hat einer der Hoffnungsträger auf eine erfolgreiche Zukunft der Fachtagung rund um den Zugverkehr seinen Rückzug vermeldet. Er bemängelt überkommene Strukturen.

14.01.2015
  • Vincent Meissner

Horb. Markus Robold war schon seit einer ganzen Weile nicht mehr zufrieden mit der Arbeitsweise im Führungszirkel der Schienentage. „Man war nicht bereit, alte Zöpfe abzuschneiden und die Tagung zu modernisieren“, sagt er. Der Mann aus Schwaikheim im Rems-Murr-Kreis war bei der zurückliegenden 32. Auflage der Schienentage im November unter anderem verantwortlich fürs Marketing, die Öffentlichkeits-Arbeit und den Tagungsband. Nun hat er diese Ämter allesamt aufgegeben.

Dabei klang Robold noch vor einem Monat ganz anderes. In der SÜDWEST PRESSE sagte er da: „Wir sind guten Mutes, was die 33. Auflage der Schienentage angeht.“ Und Robold hatte auch engagierte Zukunftspläne: Er wollte wieder mehr Interessierte nach Horb locken. Unter anderem dadurch, dass das Organisations-Komitee das Programm früher festzurrt und dadurch die Planungssicherheit für die Tagungs-Teilnehmer erhöht.

Doch nun kam es zum Bruch zwischen Robold und dem Schienentage-Führungsteam um Rudolf Barth aus Bad Endorf in Oberbayern. Per E-Mail kündigte Robold die ehrenamtliche Zusammenarbeit auf. Anschließend teilte er diesen Schritt auch der Presse mit. In seiner E-Mail an die SÜDWEST PRESSE schreibt er: „Die Gründe hierfür liegen in dauerhaften Abstimmungsschwierigkeiten mit dem bisherigen Vorstand, wodurch eine notwendige Erneuerung und Modernisierung der Horber Schienentage (…) meiner Ansicht nach nicht möglich ist.“

Diese Vorwürfe will Rudolf Barth so nicht stehen lassen. „Nicht bei jeder neuen Idee schreien wir immer gleich ,hurra‘“, sagt er. „Ich bin ein Freud der Evolution. Das heißt, kontinuierliche Weiterentwicklung.“ Barth zählt einige Punkte auf, wo die Schienentage in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht haben: So ist der Ablaufplan der Vorträge strukturiert worden und seit der zwölften Auflage gibt es Jahr für Jahr einen Tagungsband.

Auch die Klage, dass Entscheidungen zu lange auf sich warten lassen, lässt Barth nicht gelten. Er verweist auf das seit Jahren gängige Prinzip bei den Schienentagen, dass vor jeder größeren Entscheidung ein Zweiter aus dem Vorstand seine Meinung abgibt. Obwohl auch Barth alleine zu Entschlüssen befugt wäre: „Es gibt da ganz klare Strukturen“, sagt er. Barth sieht das Problem der Trennung vielmehr bei Robold selbst. Ins Detail will er zwar nicht gehen. Allerdings sagt er: „In meinen Augen ist Markus Robold nicht teamfähig. Er war immer ein Einzelkämpfer.“

Warum Markus Robold seinen Rückzug von den Horber Schienentage verkündet hat
Gebrodelt hat es wohl damals schon. Doch immerhin saßen sie während der Schienentage Ende November noch vereint mit Landes-Verkehrsminister Winfried Hermann in ihrer Mitte am Tisch im Goldenen Adler in Horb: Schienetage-Chef Rudolf Barth (links) und der damalige Öffentlichkeits-Mitarbeiter Markus Robold.Archivbild: Kuball

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14.01.2015, 12:00 Uhr

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