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Beschneidungsdebatte

Was bedeutet

Diese Frage kam in der Beschneidungsdebatte noch nicht vor.

22.10.2012

Die Diskussion um die religiös motivierte Beschneidung ist, einigen Zeitungsmeldungen zufolge, noch nicht beendet. Dabei wurde bisher – seltsam genug – die zentrale Frage noch gar nicht deutlich gestellt: Welche Bedeutung hat die Beschneidung für die religiöse Praxis? Betet ein beschnittener Mensch anders als ein unbeschnittener? Hat der beschnittene Gläubige andere spirituelle Fähigkeiten oder kann nur er solche für die entsprechende Religion erforderliche entwickeln? Was bedeutet die Beschneidung überhaupt für das Verhältnis des Menschen zur Gottheit, welches Verhältnis doch primär ein seelisch-geistiges ist; denn gegen die Auffassung, dass Gott ein geistiges Wesen ist, dürfte kein religiöser Mensch etwas einzuwenden haben.

Und die menschliche Entwicklung geht doch im Allgemeinen dahin, dass die geistig-seelischen Fähigkeiten immer mehr als unabhängig von leiblichen Gegebenheiten, von Rasse, Volk und Geschlecht erlebt werden – und wohl auch unabhängig von einer Beschneidung?

Dass es in jedem Zeitalter Traditionen gibt, die nicht mehr von Belang sind, hat schon Goethe gesehen, als er schrieb: „Es erben sich Gesetz und Rechte wie eine ew’ge Krankheit fort.“

Rudolf Gunst, Rottenburg

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22.10.2012, 12:00 Uhr

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