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Theater Hammerschmiede steckt sich neue Ziele und erweitert sich

Was heißt denn hier klein?

Kleinkunst? Sabine Niethammer zieht die Augenbrauen hoch. Und Angela von Gündell fragt: „Was ist an unserer Kunst klein?“ Dem Redakteur erleichtert es vielleicht das Einsortieren, dem „Klein“-Theater Hammerschmiede schadet‘s nur. Denn „klein“ klingt in den Ohren der Akteure nach „unbedeutend“. So war‘s nicht gemeint.

14.06.2012
  • Ulrich Eisele

Rottenburg. Fürs Rottenburger Kulturleben bedeutend sind sie schon – denken Sabine Niethammer, vor acht Jahren Gründerin der Freien Bühne und Hauptdarstellerin, sowie Angela von Gündell, Musikerin. Zwei weitere ständige Mitarbeiterinnen, Pianistin Sabine Joß und Schauspielerin Franziska Thiel, waren beim Pressegespräch am Montag nicht dabei. Bedeutend mit Eigenproduktionen für Erwachsene – „Shirley Valentine“, Chaplin-, Hesse-, Lyrik-Abenden. Verdichteten Texten und artifizieller Musik, Kindertheater, Workshops, Gastspielen, Theaterpädagogik.

Als One- oder Two-Women-Show ist das alles auf Dauer nicht zu stemmen, erkannten Niethammer und von Gündell vor einem Jahr und gründeten einen Verein. Der hat jetzt 30 Mitglieder, die mit anpacken, wenn es etwas im Garten oder was Handwerkliches zu tun gibt. „Das ist ein ganz anderer Rückhalt“, freut sich Sabine Niethammer.

Neuerdings gibt es sogar eine Pressefrau: Meike Francke, bisher Theater-unerfahren, sie organisiert gern und lernte Angela von Gündell beim Hundespaziergang kennen – insofern ist Theaterhündin Tinka die Kupplerin. Francke hält künftig den Künstlerinnen den Rücken freier.

Das war nötig. Denn von Gündell und Niethammer haben viel vor: Für den von der Baden-Württemberg-Stiftung gesponserten Literatursommer planen sie ein Stück des Tübinger SciFi- und Multimedia-Autors Marcus Hammerschmitt, bei dem Internet und Realität verschwimmen (Premiere am 20. Juli). Ein Tanztheater ist angedacht, ein Stück zum Froschkönig – „Kinderstück“, mokiert sich Niethammer, dabei seien Märchen eigentlich was für Erwachsene. Und, ja, 18 Gastspiele der „Sterntaler“ wollen im Auftrag der Bibliotheksfachstelle dargeboten werden. Man sieht: produktives Ensemble, sehr umtriebig, jede Menge Projekte, interessierter Blick aufs Programm lohnt sich ab und zu.

www.theater-hammerschmiede.de

Was heißt denn hier klein?
Theater Hammerschmiede: Sabine Niethammer, Meike Francke (neue Pressefrau), Angela von Gündell und Tochter Rose (v.l.), vorn Theaterhündin Tinka.

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14.06.2012, 12:00 Uhr

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