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Bingen/Karlsruhe

Wasserstand im Rhein gesunken: Schifffahrt eingeschränkt

Der niedrige Wasserstand in Mittel- und Oberrhein macht der Schifffahrt zunehmend zu schaffen.

09.01.2017

Von dpa/lsw

Bingen/Karlsruhe. In Karlsruhe stand der Pegel nach Angaben der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg am Montagmittag bei 3,26 Metern und damit nur noch wenig über dem Tiefstwert der vergangenen Jahrzehnte. Dieser war am 30. Oktober 1985 mit 3,15 Metern gemessen worden.

Der Pegel in Kaub am Mittelrhein lag am Montag bei 53 Zentimetern und damit nur noch 28 Zentimeter über dem tiefsten je gemessenen Wasserstand aus dem Hitze-Sommer 2003. «Das ist ein extremer Niedrigwasserstand», sagte Bernhard Meßmer vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bingen. Die Fahrrinne sei in Kaub nur noch 165 Zentimeter tief, in Oestrich 168 und in Koblenz 182 Zentimeter. Schon kleine Binnenschiffe erreichen voll beladen einen Tiefgang von 2,50 Metern. Deswegen könnten viele Schiffe jetzt nur noch zehn Prozent ihrer Ladekapazität aufnehmen

Der Pegel sinkt seit Ende November. Für die kommenden Tage sagt der Deutsche Wetterdienst im Einzugsgebiet des Rheins Regen und Schnee voraus. «Aber das sind am Mittelrhein mal zwei, drei, vier Liter, keine allzu große Nummer», sagte eine Sprecherin. In den Alpen schneie es zwar richtig - aber der Schnee bliebe erst einmal liegen.

Zwischen Mainz und der deutsch-französischen Grenze haben die Schiffe etwas mehr Wasser unter dem Kiel als am Mittelrhein. Dennoch: «Die Schiffe fahren tief abgeladen», sagte Jörn Heilmann vom Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim. Die Schiffsführer entschieden selbst, ob sie fahren könnten. Eingestellt werde die Schifffahrt nicht. «Wenn jedoch große Havarien auftreten, dann können wir das ändern.»

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Erstellt:
9. Januar 2017, 14:26 Uhr
Aktualisiert:
9. Januar 2017, 14:21 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Januar 2017, 14:21 Uhr

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