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Memmingen

Wegen Oberleitung: Künftig schnellere Bahnreisen nach Zürich

Mit Investitionen in Höhe von 440 Millionen Euro soll die Bahnreisezeit zwischen München und Zürich um eine Stunde verkürzt werden.

23.03.2018
  • dpa/lby

Memmingen. Kern des Projekts ist dabei die Elektrifizierung der Strecke zwischen der bayerischen Landeshauptstadt und der Bodenseestadt Lindau, damit nicht länger nur Dieselloks dort eingesetzt werden können. «Das sind große Schritte hin zu unserem Ziel, in den kommenden sieben Jahren 70 Prozent des Schienen-Netzes in Deutschland zu elektrifizieren», sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) beim Spatenstich am Freitag in Memmingen.

Die Bauarbeiten sollen drei Jahre dauern. Bund, Bayern und die Deutsche Bahn AG tragen die Kosten, daneben beteiligt sich auch die Schweiz an dem Projekt in Deutschland. Die 155 Kilometer lange Strecke von München nach Lindau verläuft zum Teil auch durch Baden-Württemberg.

Auf dem Abschnitt soll es zusätzlich auch einen Ausbau für den Neigetechnikbetrieb von Zügen geben, damit auf der kurvenreichen Strecke höhere Geschwindigkeiten gefahren werden können.

Zur Beschleunigung der weiteren Verbindung nach Zürich laufen parallel auch kleinere Ausbaumaßnahmen in Österreich und in der Schweiz, wobei dort die Strecke bereits über Oberleitungen verfügt. Die Reisezeit zwischen München und Zürich wird sich nach Angaben der Bahn letztlich um rund eine Stunde auf dreieinhalb Stunden verkürzen. Bei dem Ausbau werden auch zahlreiche Bahnhöfe und Bahnübergänge erneuert, die Bahntechnik modernisiert und Schallschutzbauten errichtet.

Bereits seit 2016 wird in Lindau ein neuer Fernreisebahnhof auf dem Festland gebaut, damit die von und in die Schweiz fahrenden Züge nicht mehr aufwendig den alten Kopfbahnhof auf der Insel anfahren müssen. Der Ausbau des Bahnknotens Lindau kostet weitere 130 Millionen Euro.

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23.03.2018, 14:04 Uhr | geändert: 23.03.2018, 13:30 Uhr

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