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Aus dem düsteren Rats- in den lichten Kreissaal

Wegen Rathaus-Bauarbeiten zog der Gemeinderat um

Noch nie war die Distanz zwischen dem Tübinger Gemeinderat und der Stadtverwaltung so groß wie gestern Abend bei der ersten Sitzung nach der Sommerpause. Das lag allerdings nicht etwa an einer besonders konfliktträchtigen Tagesordnung, sondern ganz allein am neuen Ambiente.

02.10.2012

Tübingen. Am weiten, hohen, lichten und luftigen Kreissaal des Landratsamts, den sich das Stadtparlament während der zweijährigen Sanierung des historischen Rathauses zum Ausweichquartier erkoren hat. Anstelle des verhinderten Landrats hieß dort der Erste Landesbeamte Hans-Erich Messner die Gäste willkommen – herzlich, schwäbisch und voller Staunen: „Wer hätt' des denkt, dass der Tübinger Rat mal in den Räumen des Kreistags zusammenkommt?"

Vor einigen Jahren, so Messner weiter, sei das „noch schier unmöglich gewesen“. Dass sich die Stadträte nun aber doch für den Umzug in die Mühlbachäcker entschieden hätten, zeuge untrüglich von der „Annäherung der beiden Gremien“. Sein Wunsch: „Fühlen Sie sich hier wie zuhause – und das mit vollem Recht, schließlich hat Tübingen das 34 Millionen Euro teure Landratsamt zu 40 Prozent bezahlt.“

Einige Ratsmitglieder hätten den Saal – für OB Boris Palmer „die denkbar beste Interimslösung“ – am liebsten gleich „beschlagnahmt“, so gut gefiel ihnen das moderne Gegenstück zum mittelalterlich-schweren Fachwerk im Rathaus. Endlich eine funktionierende Lautsprecheranlage, ausreichende Beleuchtung, bequeme Ledersessel, keine Stützpfeiler mehr vor der Nase und freie Sicht – eine Fernsicht gar, an die sich Baubürgermeister Cord Soehlke freilich erst noch gewöhnen muss: „Wir sitzen da vorne auf der Verwaltungsbank so weit weg, dass man die Gesichter in der Runde kaum erkennt.“

Und noch etwas hatten er und einige Ratsmitglieder zu bemängeln. Sie fanden den Saal teils kühl, teils „fußkalt“ bis „saukalt“. Und das war nun wirklich ein Grund, sich wie daheim im Rathaus zu fühlen. sep / Bild: Metz

Wegen Rathaus-Bauarbeiten zog der Gemeinderat um

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02.10.2012, 12:00 Uhr

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