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Klassisch

Weihnachtliche Himmelslieder

16.12.2016
  • BURKHARD SCHÄFER

Ulm. Pünktlich zum Fest haben das SWR-Vokalensemble Stuttgart und sein langjähriger Chefdirigent Marcus Creed eine wundervolle CD herausgebracht: „Himmelslieder“. Zu hören sind weihnachtliche Chorwerke aus vielen Ländern Europas – vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart: An erster Stelle steht Benjamin Brittens Zyklus „A Ceremony of Carols“ für Frauenchor und Harfe (Maria Stange), berückend intensiv dargeboten. Weiterhin erklingen „Sieben Magnificat-Antiphonen“ für Chor a cappella von Arvo Pärt, „Drei weihnachtliche Liedsätze“ von Heinrich Kaminski, die „Quatre motets pour le temps de noël“ von Francis Poulenc und zum fulminanten Schluss eine unter die Haut gehende Bearbeitung von Michael Praetorius‘ „Es ist ein Ros entsprungen“ aus der Feder des 1954 geborenen Schweden Jan Sandström. Das SWR-Vokalensemble, das in der kommenden Saison sein 70-jähriges Bestehen feiert, zeigt einmal mehr seine Weltklasse.

Herr Creed, welche Idee, welches Konzept steckt hinter der CD?

Marcus Creed: Mir war es wichtig, eine interessante, anspruchsvolle Alternative zu den üblichen Weihnachtslieder-Sammlungen zu finden. Die Kompositionen zeigen, welch großes Spektrum an Klangfarben es in dem jahrhundertealten Fundus der Musikliteratur zu entdecken gibt. Die unterschiedlichen Stile und Sprachen ergeben ein abwechslungsreiches Hörerlebnis.

Was zeichnet das SWR-Vokalensemble Stuttgart aus?

Das Ensemble setzt sich aus hervorragenden Musikern zusammen, mit denen die Erarbeitung der unterschiedlichsten Herausforderungen für mich immer aufregend und spannend geblieben ist. Wenn man diese Aufnahmen hört, wird einem bewusst, welch hoher musikalischer Intelligenz es bedarf, um einen unprätentiösen, authentischen Klang zu entwickeln. Dieses Ensemble ist dazu auf eine einzigartige Weise in der Lage.

Welche Anforderungen stellt insbesondere Brittens Liederzyklus an die Ausführenden?

Brittens „Ceremony of Carols“ beweist die Fähigkeit des Komponisten, scheinbar einfache Lieder, nicht zuletzt durch die bewusst gesetzten Klangeffekte der Harfenstimme, in seine unverkennbare musikalische Sprache zu transformieren. Der Chorsatz zeigt genau diese klare Authentizität und verlangt von den Sängerinnen Einfachheit, gepaart mit Wärme und Klangschönheit – was häufig schwerer ist als gesangstechnische Höchstleistungen. Burkhard Schäfer

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16.12.2016, 06:00 Uhr

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