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Weinsteige wird zum Nadelöhr
Die Stützwände und das Geländer an der Weinsteige müssen erneuert werden. Die Fahrbahn bergabwärts wird dafür verengt. Die Wagen, die aus dem Kessel hinaus wollen, haben weiterhin freie Fahrt. Foto: Ferdinando Iannone
Sanierung

Weinsteige wird zum Nadelöhr

Wieder eine Baustelle auf einer stauträchtigen Straße in Stuttgart: Ab Mai geht es auf der B 27 vier Monate lang eng zu. Stadteinwärts wird eine Spur gesperrt.

28.03.2018
  • CAROLINE HOLOWIECKI

Stuttgart. Wer aus Richtung Süden ins Stuttgarter Zentrum fährt, kurvt in der Regel über die Neue Weinsteige hinab in den Kessel. Demnächst wird die Bergabwärtsfahrt aber ausgebremst. Auf der Bundesstraße 27 wird gebaut. Und das über Monate. Anfang Mai sollen die Bagger an- und erst Mitte September wieder abrücken. Alles in allem sind mehrere Bauabschnitte in den kommenden Jahren geplant, jeweils im Sommer, teilt Rathaussprecher Martin Thronberens mit.

Die Wurzel allen Übels liegt in der abschüssigen Lage. „Die Fahrbahn der Neuen Weinsteige ist aufgrund der Hangsituation talseitig durch eine Stützmauer gesichert. Der obere Bereich der Stützwand sowie das Geländer müssen erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden“, erklärt Thronberens. Herrichten will man in diesem Jahr zunächst einen 250 Meter langen Abschnitt. Insgesamt sind Arbeiten auf knapp einem Kilometer Länge geplant. „Aus verkehrlichen Gründen“ wird die Aufgabe gestückelt und auf mehrere Jahre verteilt. Die Kosten allein für Bauabschnitt eins werden auf 1,9 Millionen Euro geschätzt.

Betreffen wird die Baustelle in erster Linie jene, die stadteinwärts unterwegs sind. Während der Bauzeit wird die Bundesstraße bergab auf einen Fahrstreifen verengt, „bergauf stehen in den Hauptverkehrszeiten immer zwei Fahrstreifen zur Verfügung“, erklärt Thronberens. Obwohl der Verkehr auf der B 27 schon jetzt bisweilen zäh fließt, rechnet man im Rathaus nicht mit Chaos. „Eine Verkehrsuntersuchung hat gezeigt, dass die Leistungsfähigkeit der einen Fahrspur stadteinwärts im Bereich der Baustelle etwa der Leistungsfähigkeit der Ampelanlage am Ernst-Sieglin-Platz entspricht“, erläutert er und meint damit jene Stelle am Weißenburgpark, wo sich die zweispurige Straße teilt und je einspurig als Neue Weinsteige nach links weg und als Hohenheimer Straße weiter geradeaus zum Bopser führt. In der Fachabteilung geht man tatsächlich davon aus, dass sich nach einer Eingewöhnungszeit keine wesentlichen Beeinträchtigungen ergeben werden.

Weg für Fußgänger und Radler

Dabei wird nicht nur die Hangmauer instandgesetzt, die Tiefbauer widmen sich auch gleich noch anderen Dingen. So wird neben Parkplätzen auch ein Gehweg mit einer Breite von 2,50 Meter hergestellt, der dann auch für Radfahrer freigegeben werden kann. Unberührt davon sind aber die Planungen zur Hauptradroute 3, die von der Filderebene ins Zentrum führen soll, betont Thronberens. Es sei nicht vorgesehen, dass Radler die steile Weinsteige hinabfahren, sondern stattdessen eine Route östlich davon durch den Degerlocher Wald nehmen, um schließlich am Ausflugslokal Teehaus rauszukommen. Für eine höhere Akzeptanz wird an der Bopseranlage im kommenden Jahr eine zusätzliche Ampel installiert. Abgesehen davon steht die Umsetzung der Hauptradroute 3 aber noch in den Sternen.

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28.03.2018, 15:00 Uhr

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