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Kommentar

Weiter kämpfen

Noch ist die Täterschaft nicht geklärt, doch vieles deutet darauf hin, dass in Berlin der folgenschwerste Terroranschlag der letzten Jahrzehnte auf deutschem Boden stattgefunden haben könnte.

20.12.2016
  • ULRICH BECKER

Angesichts der Toten und Verletzten klingt es zynisch, doch die bittere Wahrheit ist: dieser Anschlag war nur eine Frage der Zeit. Immer wieder hatten Verfassungsschutz und Bundespolizei gewarnt, dass Deutschland – trotz aller Vorsichtsmaßnahmen – bisher nur Glück gehabt habe. Jetzt könnte aus den Befürchtungen schreckliche Realität geworden sein – ausgerechnet vor der Gedächtniskirche in Berlin, die als Ruine an die Schrecken des Krieges erinnern soll.

Die Todesfahrt über den Weihnachtsmarkt macht uns wieder die Machtlosigkeit im Kampf gegen diese Art des Terrorismus klar. Ein gemieteter oder gestohlener Lastwagen genügt, um unendliches Leid über unschuldige Opfer zu bringen. Kein Fahnder, kein Verfassungsschützer kann eine solche Tat verhindern, wenn sie ein krankes Hirn in einer einsamen Kammer ausbrütet. Aber wir müssen weiter kämpfen – und sogar auf Weihnachtsmärkte gehen. Das sind wir den Opfern schuldig.

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20.12.2016, 06:00 Uhr

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