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Fabian Heinle krönt Super-Jahr

Weitspringer der LAV Tübingen mit 8,03 Metern deutscher Meister

Nach seinem Kreuzbandriss Anfang 2014 krönt Fabian Heinle sein Comeback mit der deutschen Meisterschaft: Nach dem TItelgewinn bei der U 23-Europameisterschaft triumphierte der 21-Jährige von der LAV Stadtwerke Tübingen gestern in Nürnberg mit 8,03 Metern.

25.07.2015
  • Hansjörg Lösel

Nürnberg. Im zweiten Versuch der goldene Satz: Fabian Heinle landete bei 8,03 Metern, es blieb der einzige Acht-Meter-Sprung des Abends. Nur Markus Rehm (Bayer Leverkusen) schaffte 8,11 Meter, doch der Prothesen-Springer startete gestern außer Konkurrenz. „Die Atmosphäre hier war einzigartig“, sagte Heinle. Mit seiner Jahres-Bestweite (8,25 Meter) hatte er schon vor der Meisterschaft die WM-Norm in der Tasche, für Peking setzt er sich bescheidene Ziele: „Ich hoffe, dass ich die Qualifikation überstehe, dann sehe ich weiter“.

Weitspringer der LAV Tübingen mit 8,03 Metern deutscher Meister
Der Tübinger Fabian Heinle hat sich mit 8,03 Metern auf dem Nürnberger Hauptmarkt die Deutsche Meisterschaft im Weitsprung gesichert. Die beste Weite (8,11 m) schaffte vor der spektakulären Kulisse Markus Rehm. Doch der Paralympics-Sieger sprang wegen seiner Beinprothese außer Konkurrenz.

Gleißende Scheinwerferlichter, brüllend laute Musik aus den Lautsprechern, der Anlauf auf einem Laufsteg wie ein Mannequin – mit der Disco-Atmosphäre auf dem Hauptmarkt kam Fabian Heinle am besten zurecht. Vor rund 4000 Zuschauern auf dem Nürnberger Hauptmarkt traf der Tübinger das Brett bei fast jedem Versuch fast perfekt. 7,73 Meter im ersten, dann die 8,12 Meter, im dritten 7,89 und nach einem ungültigen Versuch nochmals 7.97 Meter – der Junioren-Europameister von Tallinn verdiente sich mit dieser Serie seine erste deutsche Meisterschaft.

Vor dem sechsten Versuch Aufregung: Das Absprung-Brett war gebrochen, die Stahlkonstruktion hatte den Belastungen nicht standgehalten – der Wettbewerb musste unterbrochen werden. Kritiker der Extra-Veranstaltung auf einer eigens installierten Anlage sahen sich bestätigt, die Sportler versuchten derweil, die Konzentration hochzuhalten. Nach fast 20 Minuten Zwangspause ging es weiter – möglicherweise spielte beim sechsten Versuch aber bei allen Sprüngen eine gewisse Unsicherheit mit. Die Spannung war jedenfalls weg, Heinles Marke kam nicht mehr in Gefahr. Und so erhielt der 21-Jährige um exakt 22 Uhr im Strobo-Licht und künstlichen Nebel die Goldmedaille von Nürnbergs OB Ulrich Maly. Die Krönung eines unglaublichen Comebacks.

Die Weitspringerinnen eröffneten gestern Abend auf dem Nürnberger Hauptmarkt die 115. deutsche Leichtathletik-Meisterschaft. Lisa Steinkamp von der LAV Stadtwerke Tübingen, in diesem Jahr schon bei 6,55 Metern gelandet, hatte insgeheim auf eine neue persönliche Bestmarke gehofft, doch die 24-Jährige musste sich mit 6,22 Metern zufrieden geben. Damit blieb es beim zehnten Platz für Steinkamp, die 2013 in der Halle die deutsche Meisterschaft gewonnen hatte. Die Medaillen machten andere unter sich aus: Vor 4000 Zuschauern hatte Lena Malkus den Titel schon vor dem letzten Versuch sicher, doch die 21-Jährige aus Münster flog beim sechsten Anlauf auf 6,74 Meter und gewann vor Sosthene Moguenara (6,56 Meter) und Nadja Käther (6,56 Meter) .

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25.07.2015, 12:00 Uhr

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