Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen




Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
20.09.2014
  • dhe

Der Zweimetermann aus Oberfranken ist eigentlich nicht der Typ fürs grelle Rampenlicht, eine Spannung zwischen dem persönlichen Naturell und den Anforderungen der Ausnahmekarriere, die Regisseur Sebastian Dehnhardt geschickt als emotionalen Treiber nutzt. Sein Dokumentarfilm hält eine erfrischende Balance zwischen der Hochleistung auf dem Spielfeld und der täglichen Plackerei für die eigene Fitness.

Der Kontrast zwischen dem Glamour der US-Basketball-Nationalliga und Nowitzkis bodenständigen Anfängen in seiner ehemaligen Schulturnhalle in Rattelsdorf samt Erinnerungen von Eltern, Freunden und Lehrern. Damals musste er sich anhören, er solle sich endlich hinsetzen und etwas Anständiges lernen – von seinem Basketball würde er wohl kaum leben können.

Die Kamera (Johannes Imdahl) ist ganz nah dran an den krass unterschiedlichen Milieus. Die Körpersprache des Spitzenspielers wirkt manchmal eckig im Vergleich zu seinen US-Kollegen. „Aber dann macht er doch 30 oder 40 Punkte“, räumt einer von ihnen ein.

Neben dem Einblick in das amerikanische Basketball-Business verschweigt der Film auch nicht die Verlorenheit des jungen Nowitzki, der sich als 19-Jähriger plötzlich in Dallas, Texas zurechtfinden musste, ohne den gewohnten Rückhalt der Familie. Es gab eine Zeit, in der er Post nicht öffnete, Gehaltsschecks verloren gingen.

Die zweite Hauptrolle gehört Nowitzkis Entdecker und Guru, dem Trainer Holger Geschwindner, ehemals selbst deutscher Nationalspieler. Die noch perfektere Wurfbahn für seinen Schützling pflegt der studierte Physiker per Computer zu errechnen.

Der Film wirft auch Schlaglichter auf die Geschichte des Basketballs. Für Veteran Ernie Butler, den ersten amerikanischen Spieler in der Bundesrepublik, kommt es im Sport wie auf dem Saxofon auf das Extra-Flair an, das Geschäft und Routine aufmischt. Der Regisseur dürfte einiges davon aufgesogen haben (ab 0).

Weltklasse-Basketballer: „Nowitzki – Der perfekte Wurf“ (Blaue Brücke)

Der Star von nebenan

In der Basketballstadt Tübingen liegt es nahe, für einen der ganz Großen dieses Sports den roten Teppich auszurollen. Der Deutsche Dirk Nowitzki hat es auf den Basketball-Olymp geschafft, die NBA der Vereinigten Staaten.

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

20.09.2014, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Die Kommentarfunktionalität wurde für diesen Artikel deaktiviert.

Kino Suche im Bereich
nach Begriff
Anzeige