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KOMMENTAR

Wende in der Sackgasse

Es hat ziemlich gedauert, aber dann konnte auch der Ministerpräsident die Kritik am angekündigten Austausch aller Regierungspräsidenten nicht mehr überhören. Um einen Totalschaden zu vermeiden, hat Winfried Kretschmann in der Sackgasse gewendet.

25.02.2012

Von BETTINA WIESELMANN

Obwohl sie das falsche Parteibuch haben, dürfen die jederzeit absetzbaren politischen Beamten in Stuttgart und Tübingen jetzt doch im Amt bleiben. Fürsprecher auch unter Sozialdemokraten und Grünen, die ihre korrekte Arbeit schätzen, haben sie immer gehabt.

Das gilt genauso für den Freiburger Julian Würtenberger. In seinem Fall aber stößt die viel propagierte Politik des Gehörtwerdens ganz offenbar auf parteipolitische Taubheit. Seine unbegründete Absetzung ist wohl nur mit dem auch reichlich strapazierten Prinzip grün-roter Augenhöhe zu erklären. Weil die SPD in Kürze im Regierungspräsidium Karlsruhe zum Zug kommt, muss sich auch in Freiburg etwas tun - und sei es, dass eine parteilose Regierungspräsidentin bestallt wird. Man darf auch darüber spekulieren, ob die Rochade in Stuttgart nur deshalb nicht zustande kam, weil der Möchtegern-Kandidat Fritz Kuhn jetzt lieber Oberbürgermeister in der Landeshauptstadt werden will. Aus einer ziemlich verfahrenen Situation ist Kretschmann mit Blessuren, vielleicht aber wenigstens klüger herausgekommen. Das wäre zumindest nicht nichts.

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Erstellt:
25. Februar 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Februar 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2012, 12:00 Uhr

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