Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Betreuung

Wenige Eltern klagen Krippenplätze ein

Im Südwesten fehlen weiterhin Kapazitäten für Kinder unter drei Jahren.

11.09.2019

Von Alfred Wiedemann

Stuttgart. Die Versorgung der Kleinsten mit Krippenplätzen bleibt in den Großstädten in Baden-Württemberg angespannt. Trotzdem klagen deutlich weniger Eltern als zunächst erwartet ihren Rechtsanspruch ein, wie eine Umfrage dieser Zeitung bei den Großstädten im Südwesten ergab.

Das Angebot für Kinder unter drei Jahren wird seit Jahren ausgebaut, trotzdem fehlen Kapazitäten. In Ulm etwa sucht das Familienbüro der Stadt aktuell für „knapp zehn“ Kinder unter drei noch einen passenden Platz. Stuttgart biete den Eltern „immer Einrichtungen an, die im jeweiligen Stadtteil liegen, in dem die Familie wohnt“, sagte ein Sprecher der Landeshauptstadt. „Die Stadt achtet darauf, dass die Kita in unter 30 Minuten erreichbar ist.“ Dies gilt als gesetzlich zumutbar.

Eltern haben einen Rechtsanspruch auf Betreuung. Wer keinen öffentlich geförderten Platz bekommt, kann die nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts „nicht zumutbaren Mehrkosten“ für Tagesmutter oder Krippenplatz von der Kommune verlangen. In Karlsruhe, Mannheim, Freiburg, Heidelberg, Heilbronn und Ulm liegen keine Anträge auf solche Zahlungen vor.

Anders in Stuttgart, wo anfangs die volle Differenz der Kosten erstattet wurde: Etwa drei Dutzend Anträge liegen in Stuttgart vor, sagte der Sprecher. Elf Verfahren laufen zudem beim Verwaltungsgericht Stuttgart.

Zum Artikel

Erstellt:
11. September 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
11. September 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. September 2019, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen