Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Weniger Schadstoffe in der Luft
Autos bleiben eine Hauptquelle für Feinstaub und Stickoxide. Foto: dpa
Umwelt

Weniger Schadstoffe in der Luft

Landesweit geht der Feinstaub stark zurück, nur am Neckartor in Stuttgart gibt es kaum Besserung.

27.12.2016
  • LSW

Stuttgart. Die Luft im Südwesten ist besser geworden – in der Landeshauptstadt Stuttgart bleibt die Feinstaubbelastung allerdings zu hoch. Wie das Verkehrsministerium am gestrigen Montag mitteilte, werden die EU-Grenzwerte zwar an fast allen Messstellen eingehalten. „Eine Ausnahme beim Feinstaub bildet die Messstation am Stuttgarter Neckartor, die für etwa fünf Kilometer Straßen in Stuttgart repräsentativ ist“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) laut Mitteilung. Im Jahr 2010 seien die Grenzwerte noch an 16 Messstationen im Land überschritten worden.

Nach EU-Vorgaben darf die Belastung an maximal 35 Tagen über 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft liegen. Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz zählte am Neckartor bis zum 6. Dezember 47 Überschreitungen. Der vielbefahrene Standort ist besonders belastet. In der Nähe war im Kampf gegen Feinstaub erst jüngst eine Mooswand aufgebaut worden, da Moose Experten zufolge Feinstaubpartikel aus der Atmosphäre entfernen können.

Ruf nach blauer Plakette

Landesweit düster sieht es indes bei den von Dieselfahrzeugen ausgestoßenen Stickoxiden aus. „Denn bei den Stickoxiden werden die Grenzwerte noch an mehr als 20 Messstellen überschritten“, teilte Hermann mit. „Wir sind noch nicht am Ziel. Wir wollen erreichen, dass in Baden-Württemberg dauerhaft gar keine Grenzwerte mehr überschritten werden.“ Dazu gehöre die Einführung einer „blauen Plakette“, die vor allem die Belastung durch Stickoxide reduzieren solle. Das Land hat dazu bereits einen Vorstoß im Bundesrat unternommen.

Droht eine hohe Belastung, wird in Stuttgart „Feinstaubalarm“ ausgelöst. Autofahrer sind dann aufgerufen, den Wagen stehenzulassen. Auch „Komfortkamine“, die nur der Gemütlichkeit dienen, sollen nicht genutzt werden. Der Alarm wird ausgelöst, wenn die Wetterlage einen eingeschränkten Luftaustausch im Stuttgarter Talkessel erwarten lässt. In den Weihnachtsferien wird die Stadt wegen des geringeren Verkehrsaufkommens das allerdings nicht tun. Der erste mögliche Alarmtag ist demnach der 9. Januar 2017. dpa

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

27.12.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball