Energie

Weniger Stromsperrungen

Baden-Württemberger bezahlen Rechnungen zuverlässig: Niedrigste Abschaltquote im Bundesvergleich.

09.10.2020

Von aw

Berlin/Stuttgart. Die Zahl der Stromsperrungen wegen unbezahlter Rechnungen ist in Baden-Württemberg 2019 deutlich gesunken: 18 195 mal drehten die Versorger den Strom ab. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Abgeordneten Judith Skudelny hervor.

Baden-Württemberg hat mit 0,28 Prozent der Haushalte die niedrigste Sperrquote, Sachsen-Anhalt (0,85 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (0,83) die höchsten. Das geht aus dem Monitoringbericht der Bundesnetzagentur hervor. 2018 hatte es in Baden-Württemberg 24 502 Stromsperren gegeben, 2017 waren es 22 624. Bundesweit ist die Zahl der Sperrungen 2019 ebenfalls zurückgegangen. Damit dieser Trend „auch in Corona-Zeiten nicht abbricht“, fordert die FDP eine Senkung der Strompreise: „Deutschland hat die höchsten Strompreise Europas. Von jedem Euro auf der Stromrechnung gehen 52 Cent auf staatliche Umlagen, Abgaben und Steuern zurück“, sagte Skudelny. „Wir wollen daher die Stromsteuer sofort auf das EU-Mindestmaß senken und die EEG-Umlage schrittweise abschaffen.“

Wegen der Stromsperren gebe es regelmäßig Anfragen von Betroffenen, sagte ein Sprecher der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Noch sei unklar, ob sich die Situation durch Corona verschärfen wird. Der steigende Strompreis spiele eine zentrale Rolle. „Immer schneller sind 100 Euro Rückstand erreicht“ – und schon ab 100 Euro Zahlungsverzug droht die Stromsperre.

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Erstellt:
9. Oktober 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
9. Oktober 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2020, 06:00 Uhr

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