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TVR geht fremd: putten statt baggern

Wenn das Rottenburger Bundesliga-Team zum Golfschläger greift

Abwechslung vom harten Vorbereitungsprogramm auf die Volleyball-Bundesliga: Bei einem Treffen mit Sponsoren haben die Spieler von ENBW TV Rottenburg die Golfschläger geschwungen. Eine gute Gelegenheit für die Volleyballer, mal dem Trainer was vormachen zu können.

23.09.2010
  • Thomas de Marco

Sulzau. Rottenburgs Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger nimmt ein Sechser-Eisen, holt zum Schwung aus, schlägt – und der Ball kullert nur ein paar Meter weit. „Das ist Mini-Golf“, sagt sein Co-Trainer Karsten Haug und feixt. Im Gegensatz zu Haug machen viele vom Bundesliga-Team des TVR ihre ersten Erfahrungen mit dem kleinen Ball beim Schnuppergolfen mit Sponsoren auf der Anlage des Golfclubs Schloss Weitenburg in Sulzau hinter Rottenburg.

Wie es richtig geht, demonstriert Diagonalspieler Falko Steinke: Der Hauptangreifer des Erstligisten drischt den Ball zwei, drei Mal hintereinander an die 200 Meter weit – mit einer flachen Flugbahn, die jedem Ballistiker größte Rätsel aufgeben würde.

Manager Jörg Papenheim, bei der Begrüßung durch die Golfclub-Vorsitzende Cornelia Zoller hartnäckig in „Papenberg“ umbenannt, ist zufrieden. 35 Vertreter der TVR-Sponsoren sind gekommen, um die Rottenburger Spieler mal in einem anderen Umfeld kennenzulernen. „Das kommt gut an“, sagt er.

Auch für ihn ist dieser Dienstagabend auf dem idyllisch gelegenen Golfplatz am Neckar ein bisschen Belohnung nach der anstrengenden Sponsorensuche, die aber noch nicht beendet sei: „Das Team ist finanziert, doch wir brauchen schon noch Geld – etwa für den Challenge Cup.“ Denn sollte Rottenburg in der ersten Runde den österreichischen Vertreter Hartberg ausschalten, drohen Flüge nach Sibirien oder auf die Krim. Immerhin hat Papenheim mit den Sponsoren Zusatzleistungen für diese Spiele im Europa-Cup ausgehandelt.

Durch die Zusatzbelastung haben die Rottenburger allerdings einen harten Terminplan vor sich: Von Ende Oktober bis Mitte Dezember stehen für den TVR jede Woche zwei Spiele an. „Ein Kader mit 14 Spielern wäre da schon besser, aber finanziell ist das nicht möglich“, sagt Papenheim, „falls sich jemand verletzen sollte, müssten wir allerdings vielleicht sogar noch reagieren.“

Mit den zwölf Mann, die nach dem Golfen in einer launigen, aber langwierigen Präsentation den Sponsoren vorgestellt wurden, gehen die Rottenburger die Saison an. Am Dienstag fehlte nur der erkrankte Mittelblocker Thomas Ranner.

„Super!“, sagt TVR-Kapitän Matthias Pompe, als er vom Golfen ins Clubheim zurückkehrt. „Das hat viel Spaß gemacht, ich bin froh über diese Abwechslung während der Vorbereitung“, sagt er. Die Mannschaft sei gut, die Neuzugänge René Bahlburg (VC Franken), Felix Horn (Park University Kansas/USA) und Markus Pielmeier (Generali Haching) bezeichnet er als „Supertypen“.

Was mit diesen nun zu erreichen ist für den Bundesliga-Fünften der vergangenen Saison, darüber will Pompe allerdings noch nichts sagen: „Es hat viele Veränderungen bei der Konkurrenz gegeben, die Bundesliga ist deshalb schwer einzuschätzen.“

Mittelblocker Tibor Filo, der sich freut, dass er seinen Vertrag beim TVR verlängern konnte, ist da weniger zurückhaltend. „Ich denke, dass wir wieder zu den besten fünf Teams gehören“, erklärt der Slowake, der schon vor dem Schnuppergolfen mehrfach Eisen und Putter in den Händen gehalten hatte. Aber das hat er bei der Zusammenstellung der Teams am Dienstag vorsichtshalber lieber nicht gesagt.

Nach dem gelungenen Ausflug in die Freiluft-Sphären des kleinen Balls hofft TVR-Manager Papenheim nun auf einen Gegenbesuch der Golfer – im VIP-Bereich der Tübinger Paul-Horn-Arena bei Bundesliga- oder Europacup-Spielen.

Wenn das Rottenburger Bundesliga-Team zum Golfschläger greift
Spätsommer-Sonne statt Hallenluft: Rottenburgs Volleyballer Tibor Filo, Matthias Pompe, Marvin Klass und Felix Horn (von links) bei ihrer etwas anderen Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison auf dem Golfplatz in Sulzau.Bild: Ulmer

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23.09.2010, 12:00 Uhr

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