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Wenn der Papa für den Sohn spielt
Der 20-jährige Max Hopp ballt die Faust. Foto: Getty Images
Darts

Wenn der Papa für den Sohn spielt

Nach dem vielleicht besten Match seiner Karriere steht Max Hopp in der zweiten Runde der Weltmeisterschaft.

24.12.2016
  • SID

London/Köln. Als die deutsche Darts-Hoffnung Max Hopp den letzten Pfeil im Doppelfeld untergebracht hatte, ließ der „Maximiser“ seinen Emotionen freien Lauf. Nach seinem überraschenden 3:1-Sieg im WM-Auftaktmatch gegen den Niederländer Vincent van der Voort ballte der 20-Jährige beide Fäuste, schrie sich aufgestauten Druck aus dem Leib und tanzte mit den deutschen Anhängern im Londoner Alexandra Palace zu seiner Einlaufmusik „Yaya Kolo“.

In Gedanken war Hopp aber bei seinem wahrscheinlich größten Fan vor dem Fernsehgerät: seinem Sohn, der erst zur zweiten Runde anreisen kann. Um dem Elfjährigen den Traum von einem WM-Besuch zu erfüllen, wuchs Hopp, der mit seiner kleinen Familie in der 1200-Seelen-Gemeinde Kottengrün im Vogtland lebt, über sich hinaus und spielte eines der besten Matches seiner Karriere. Der gebürtige Idsteiner warf sechsmal die „180“ und nutzte die Schwächen des bis dato für ihn nicht schlagbaren Kontrahenten eiskalt aus. War das Treffen der Doppelfelder, um ein Leg zu beenden, immer Hopps Achillesferse, traf er sie diesmal bei mehr als der Hälfte seiner Versuche. In der zweiten Runde muss der jüngste WM-Teilnehmer gegen den Weltranglisten-13. Kim Huybrechts aus Belgien ran (Mittwoch, 14 Uhr/Sport1). In einem Achtelfinale würde möglicherweise Rekordweltmeister Phil Taylor warten. Noch nie hat ein deutscher Spieler die Runde der besten 16 beim Saisonhöhepunkt erreicht.

So weit nach vorne schaut Hopp aber noch nicht. Zunächst einmal steht das Kontrastprogramm zum wilden Treiben im Norden Londons auf dem Programm. Über die Feiertage geht es nach Hause. Ein größeres Geschenk liegt dann nicht unterm Baum. Dies soll am Mittwoch im „Ally Pally“ folgen – vor den Augen von Hopps größtem Fan Justin. sid

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24.12.2016, 06:00 Uhr

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