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Geschenke

Wenn der Postmann am 23. Dezember klingelt

Beim Paketversand zu Weihnachten sollten Abgabefristen, passende Verpackung und die Preise beachtet werden.

07.12.2016
  • CAROLINE STRANG

Ulm. Wenn der Postmann dreimal klingelt – und zwar am 23. oder 24. Dezember, dann hat der Kunde alles richtig gemacht. Dann kommt das Geschenk rechtzeitig zu Weihnachten am Bestimmungsort an. Ein paar Fakten sollte man aber beachten, damit das auch klappt.

Wann muss ein Paket spätestens versendet werden? Für die Standard-Versendung von Weihnachtspaketen gibt es unterschiedliche Fristen. Die wichtigsten Anbieter von Paketdienstleistungen sind DHL, DPD, Hermes, GLS, UPS, Fedex und TNT. Pakete für Adressaten in Deutschland sollten etwa 4 Tage vor Heiligabend versendet werden. Der späteste Stichtag für Standardpakete ist der 22. Dezember, bei Express-Versand der 23. Dezember. Aber: „Das sind ,Circa'-Angaben; wenn man diese Fristen einhält, ist man normalerweise auf der sicheren Seite, aber eine Garantie gibt es nicht“ sagt Serkan Antmen vom Deutschen Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e. V. (DVPT). Das liege daran, dass die Paketmengen zum Jahresende gewaltig ansteigen. DHL spricht von einer Verdreifachung, Hermes von einer Verdoppelung der Mengen. Deshalb empfiehlt der Vorsitzende des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik Florian Gerster: „Sie sind auf der sicheren Seite, wenn Sie Ihre Pakete einen bis zwei Tage früher als gewöhnlich losschicken.“ Bei allen Anbieter gibt es inzwischen die Sendungsverfolgung per Internet.

Welche Fristen gelten für Lieferungen ins Ausland? Pakete für Adressaten innerhalb Europas sollten 6 Tage vor Heiligabend abgegeben werden. Pakete in andere Länder der Welt brauchen eher zwischen 14 bis 20 Tage. Die Empfehlung der Experten lautet, sich am besten über die genauen Fristen auf den Webseiten der Paketdienstleister zu informieren.

Was ist wie hoch versichert? Grundsätzlich sind Standard-Pakete mit 500 bis 750 EUR versichert. Päckchen dagegen sind nicht automatisch versichert, man kann allerdings eine Versicherung aber als Extra dazu kaufen. Jedoch sind nicht alle Geschenke versicherbar. „Die Paketunternehmen schließen gefährliche und auch besonders wertvolle Gegenstände von der Beförderung aus“, erklärt Antmen. Welche dies sind, sollte sich aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Paketunternehmen ergeben. Briefe mit wertvollem Inhalt können bei der Post mit dem Service „Wert National“ bis zu einer Haftungssumme von 500 EUR, bei Bargeld bis 100 EUR gegen Verlust oder Beschädigung versichert werden. Er kostet 4,30 EUR zusätzlich zum Briefporto.

Wie sollte das Geschenk verpackt sein? Gerster gibt zu bedenken, dass die Zusteller die Sendungen mit größter Sorgfalt behandeln, „trotzdem sollten man auf eine stabile Verpackung achten“. Zerbrechliche Geschenke wie Schokoweihnachtsmänner oder Weihnachtsbaumschmuck sollten mit Luftkissenmaterial eingewickelt werden. „Ein Warnhinweis wie ,Vorsicht zerbrechlich' reicht leider nicht aus, da das Paket immer mit anderen, teils sehr schweren Paketen unterwegs ist.“ Wichtig sei außerdem, dass der Versandkarton intakte und nutzbare Laschen und auch sonst keine Schäden hat.

Was passiert, wenn das Paket trotzdem beschädigt ankommt? Wenn es auf dem Weg zum Empfänger zu Schäden am Inhalt kommt oder das Paket gestohlen wird oder verloren geht, haftet das Paketunternehmen. „Ein Streitpunkt in solchen Fällen ist häufig, ob der Inhalt ordentlich verpackt war. Nur wer die Sendung nachweislich ordnungsgemäß, am besten in genormten Packsets vom Dienstleister, verpackt hat, kann bei Beschädigung des Inhalts den Wert erstattet bekommen“, sagt Antmen. Er empfiehlt zudem: Reklamationen sollten möglichst innerhalb einer Woche angebracht werden. Ein Tipp des DVPT: Wenn sich das Paketunternehmen weigert, für Verlust, Diebstahl oder Beschädigung des Pakets einzustehen, kann man sich an den Verbraucherservice der Bundesnetzagentur wenden.

Info verbraucherservice-post@bundesnetzagentur.de

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07.12.2016, 06:00 Uhr

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