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Gastronomie

Wenn die Mafia zu Tisch bittet

Es wird viel gegessen und getrunken im US-Film „Der Pate“ von 1972. Warum nicht? Schließlich haben auch Erpresser, Drogenhändler und Mörder manchmal Hunger. Und im Hinterzimmer bei einem Glas italienischen Roten lässt sich Geschäftliches gewiss besser besprechen als auf der Straße.

19.03.2018

Von MICHAEL GABEL

Berlin. Da wundert es eigentlich nicht, dass ein spanisches Unternehmen seine Restaurantkette „Die Mafia setzt sich zu Tisch“ nannte, das Logo garniert mit einer hübschen roten Rose. Der Name hat etwas Gemütliches – die Mafia als große Familie – und zugleich Verruchtes. 40 Restaurants unter diesem Titel gibt es inzwischen.

Nur als Marke darf der Satz nicht geschützt werden, wie jetzt ein EU-Gericht entschieden hat. Der Restaurantname beschönige und verharmlose kriminelle Machenschaften, heißt es in der Urteilsbegründung. Auch heute noch seien diese Aktivitäten „eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit im gesamten Unionsgebiet.

Aber was ist mit anderen Bösewichtern? Rumänen vertreiben EU-weit einen markenrechtlich geschützten Vodka Stalinskaya. Und in den USA hat sich eine Firma für sportliche Uhren nach Richard Nixon benannt, dem früheren US-Präsidenten und Auftraggeber des Watergate-Einbruchs. Wobei Nixon mit seinen im nachhinein unfreiwillig komischen Sprüchen – „ich bin kein Gauner“ – tatsächlich ?ne Marke war. Michael Gabel

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Erstellt:
19. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
19. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. März 2018, 06:00 Uhr

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