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Empfingen · Angelsport

Wenn gar nichts geht, hilft immer noch der Wurm

Am frühen Sonntagmorgen trafen sich die Empfinger „Anker“-Angler zum Herbstfischen. Leider waren die Bisse in diesem Jahr eher selten, dafür hatten die Angler meistens Top-Wetter.

17.09.2019

Von Herold Schwind

Auch Reinhold Bär versuchte sein Anglerglück. Bilder: Herold Schwind

Nach der Auslosung der Startplätze gingen die Sportfischer an den ihnen zugewiesenen Angelplatz. Der Tälesee, noch ein wenig in den Herbstnebel gehüllt, glänzte dann aber schon bald in der aufgehenden Sonne.

Die herrliche Stille wurde nur von Vogelgezwitscher und den flügelschlagenden Wildenten unterbrochen. So warteten die Angler an diesem herrlichen Morgen gespannt auf den ersten Biss. Doch was ist so spannend daran, stundenlang schweigend mit der Rute in der Hand an einem Teich, See oder Fluss zu hocken? Dem Vorurteil setzen die Sportfischer die verschiedenen Angeltechniken entgegen. Da gibt es die eher passive beim Friedfischen, die sportliche beim Fliegenfischen oder die jagdähnliche beim Aufspüren, Anfüttern und Verfolgen von Raubfischen.

Für Angler gibt es kaum etwas schöneres, als im Morgengrauen die aufgehende Sonne zu genießen und das Erwachen der Natur zu erleben. Bei der Köderauswahl vertraut so Jeder auf seine Erfahrung. Die einen schwören auf künstliche Köder wie Wobbler, Blinker, teils auch Gummifische. Andere mischen sich selbst ihre Ködermasse. Doch bei den Anglern beweist sich immer wieder, wenn gar nichts geht hilft immer noch der „alte“ Wurm. Es gibt aber auch Tage wo es keinen Fang zu verzeichnen gibt und der Angler mit leeren Händen nach Hause geht. Zappelt aber ein Exemplar am Haken, schlägt das Herz des Anglers natürlich schneller und man freut sich auf den Drill, um den Fisch dann letztendlich mit Kescher an Land zu bringen.

Zugegeben: Die Sportfischer pflegen auch ein geselliges Vereinsleben, viele Vereine sind mittlerweile im Besitz von Räucheröfen, in denen die Fischköstlichkeiten veredelt werden. Zum Fischen gehört aber noch viel mehr. Viele Stunden wenden die Vereinsmitglieder ehrenamtlich für die Pflege ihrer Gewässer auf. Der Empfinger Fischereiverein besteht derzeit aus 40 Aktiven Mitgliedern, die im Jahr zur Pflege und zur Hege der schönen Anlage, acht Arbeitsstunden einbringen müssen.

Darum nimmt das Angeln bei vielen Sportfischern den deutlich eher kleineren Part ein. Im Herbst fischen sie ab, im Frühjahr setzen sie Jungfische, Fischeier und Sömmerlinge ein, die bei anerkannten Züchtern teuer gekauft werden. Zu den Hauptaufgaben zählen bei den vielen Fischereivereinen landauf und landab die vielfältige Fischpopulation der Nachwelt zu erhalten. Alle paar Jahre müssen die Weiher, mit einem hohen finanziellen Aufwand der Vereine abgelassen und neu befüllt werden. In diesem Jahr scheinen die Empfinger Anker-Fischer aber weniger Probleme mit Algenbewuchs im See zu haben.

Der Vorsitzende Andreas Briegel führt dies auf den Besatz an Karpfen zurück. Diese halten sich sehr gerne auf dem Grund des Sees auf und wirbeln Schlamm auf. „Dadurch ist das Wasser nicht ganz klar, was die Sonneneinstrahlung und den damit verbundenen Algenbewuchs hemmen“, meint der Empfinger „Fischerchef“.

In diesem Jahr kamen 14 Mitglieder der Einladung des Fischereivereins nach und ließen sich die Möglichkeit unter Gleichgesinnten zu Angeln und den anschließenden kameradschaftlichen Teil nicht nehmen. Leider waren die Bisse in diesem Jahr eher selten, dafür hatten die Angler Top-Wetter. Zum Abschluss des Herbstfischen musste dann die Waage Aufschluss geben, wer das größte Gesamtgewicht, nach den vier Stunden, gefangen hatte. Die ersten fünf erhielten dann Vesperpakete aus den Händen des Vorsitzenden Andreas Briegel.

Die erfolgreichsten Empfinger Angler beim Herbstabfischen von links entsprechend der Plätze fünf bis eins: Frank Kugel, Thomas Baiker, Reinhold Bär, Edgar Götz und Andreas Briegel.

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Erstellt:
17. September 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
17. September 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. September 2019, 01:00 Uhr

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