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Wer Krieg sät...

Von Ausbeutung und Unterdrückung in der so genannten Dritten Welt handelte unter anderem ein Leserbrief von Peter Weingärtner aus Rottenburg (4. Januar).

11.01.2017
  • Emanuel Peter

Herr Weingärtner hat Recht. Es ist so bequem, auf Flüchtlingen herumzutrampeln und deren Heimat zu „sicheren Herkunftsländern“ zu erklären. Bequem ist es, Fluchtursachen zu verdrängen und Scheinlösungen wie „Obergrenzen“ zu fordern: Deutschland ist aktuell in 17 Ländern an Kriegen beteiligt, in Afghanistan seit 14 Jahren. Immer mehr Länder werden destabilisiert, Nährboden für den IS. Viele IS-Terroristen stammen aus europäischen Metropolen, weil sie in den Ghettos wie in Paris und Brüssel keine Perspektiven haben.

Da passt es, dass Kretschmann (Grüne) nicht einmal die Hälfte der Bundesgelder für Integration an die Kommunen weiterleitet, obwohl diese die Hauptarbeit leisten. Gabriel (SPD) treibt Kriegswaffenexporte in die Höhe, auch in Terrorstaaten wie Saudi-Arabien. Nach Syrien wurden 360 Tonnen Chemikalien geliefert, die sich für Giftgas eignen. Von der Leyen (CDU) steigert den Militärhaushalt mit 39 Milliarden Euro auf neue Rekordhöhen, damit die Bundeswehr auch in Mali einsatzbereit bleibt. Eins der reichsten Länder Afrikas mit der ärmsten Bevölkerung, weil die Bodenschätze von internationalen Konzernen ausgeplündert werden. Diese kaufen auch riesige Landmassen und mit ihnen die Grundwasserrechte auf, um billige Lebensmittel für den europäischen Markt zu produzieren.

Wer sich über die Flucht vor Krieg, Hunger und Elend nach Europa wundert, ist naiv. Das brutale Berliner Attentat zeigt leider: Wer Krieg sät, wird Terror ernten – oder wir beseitigen endlich die Fluchtursachen!

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11.01.2017, 01:00 Uhr

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