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Wer hat gute Erdbeer-Rezepte?

Wenn es so etwas wie ein erstauntes Schweigen überhaupt gibt, dann war es das, was neulich in der Redaktionskonferenz herrschte. Eine Kollegin hatte bekannt: „Ich mag keine Erdbeeren.“

04.06.2015
  • Sabine Lohr

Den Leser mag nun wundern, über was wir in der Redaktionskonferenz sprechen, mich wunderte dieser Satz. „Ich mag keine Erdbeeren.“ Wer mag denn keine Erdbeeren? Gut, manche sind allergisch gegen die roten Früchte – aber mögen? Also einfach den Geschmack nicht mögen? Geht das?

Ich schwieg wie alle anderen auch. Und erinnerte mich. An die aufgequollenen, braunen, matschigen Bollen in Zuckerwasser, die die Einmachgläser meiner Mutter füllten. An den Geruch frisch gekochter Erdbeermarmelade, den ich, wenn ich von der Schule kam, schon auf der Straße roch und den ich unwiderstehlich fand. Bis er auch am dritten Tag noch durchs Haus waberte und die „Pastaschutta“ einigermaßen ungenießbar machte. Ich erinnerte mich an das Ergebnis dieser Einkocherei: An die rote Marmelade in den Gläsern, die im Laufe der Monate sowohl brauner als auch fester wurde und gegen Ende des Winters mit einer dicken Zuckerschicht bedeckt war.

Und dann war da noch der Erdbeerkuchen. Er bestand aus krümeligem Biskuitboden und Erdbeeren. Nur das: Biskuit und Erdbeeren. Im Mund vereinten die beiden Komponenten sich nicht. Ich versuchte immer, sie mit der Zunge zu trennen. Oder ich aß erst den Boden und gönnte mir die Erdbeeren als saftigen Nachtisch.

Zur Ehre meiner Mutter sei gesagt: Sie ist eine hervorragende Köchin. Nur mit den Erdbeeren hat sie es halt nicht so. Irgendwann gab sie das Einkochen auf (zum Glück), und statt Erdbeerkuchen stehen zum Kaffee einfach frische Erdbeeren auf dem Tisch. Von denen müssen die Gäste dann das Grünzeug abzwicken, was nach einiger Zeit und vielen Beeren zu unschön gefärbten Fingernägeln führt.

Das Talent, aus köstlichen frischen Erdbeeren nur unleckere Gerichte produzieren zu können, habe ich von meiner Mutter geerbt. Darum bitte ich – und mit mir die gesamte Redaktion – nun unsere Leser um Hilfe. Schicken Sie uns doch bitte Ihr bestes Erdbeer-Rezept an redaktion@tagblatt.de. Am besten mit Foto. Und auf jeden Fall mit Ihrem Namen und Ihrer Adresse, falls wir etwas nachfragen müssen. Wenn es dazu auch noch eine Geschichte gibt – woher das Rezept ist, welches Erlebnis Sie damit verbinden – umso besser.

In loser (aber schneller) Folge werden wir die schönsten, besten, originellsten und leckersten Rezepte veröffentlichen. Solange es noch frische Erdbeeren auf den Feldern im Kreis Tübingen gibt.

Wer hat gute  Erdbeer-Rezepte?

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04.06.2015, 12:00 Uhr

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