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Kommentar

Wertedebatte von links

Die Notwendigkeit, Wertedebatten anzustoßen, hatten lange Jahre vorrangig konservative Kräfte gesehen.

08.11.2016
  • ROLAND MUSCHEL

So kehrten die Rufe nach einer christlich geprägten deutschen „Leitkultur“, an der sich Migranten auszurichten hätten, alle Jahre wieder. Nun will auch Baden-Württembergs grüne Landtagspräsidentin Mutherem Aras die Bürger „aufrütteln“. Mit ihrer Grundwertekampagne knüpft sie an die Regierungserklärung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann an. Anders als Teile der Union reden die beiden Grünen aber einem Verfassungspatriotismus das Wort. Die Zielgruppe ihrer Ansprache dürften denn auch weniger die Zuwanderer als diejenigen Einheimischen sein, die sich abgehängt fühlen und sich von der Politik abwenden – oder ihr Heil bei Rechtspopulisten suchen.

Eine geistige Auseinandersetzung um Werte und Grundlagen des Zusammenlebens kann in diesen unruhigen Zeiten so wenig schaden wie der Versuch der Politik, sich nicht allein auf Debatten im Plenarsaal zu beschränken. Insofern sind die Pläne der Stuttgarter Parlamentspräsidentin aller Ehren wert. Eine große Durchschlagskraft indes sollte man nicht erwarten. Dafür sind schon zu viele Wertedebatten binnen kurzer Zeit verpufft.

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08.11.2016, 06:00 Uhr

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