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Wettbetrügern droht nun Gefängnisstrafe
Bundesjustizminister Heiko Maas will Betrügern die Rote Karte zeigen. Foto: dpa
Strengerer Gesetzentwurf verabschiedet

Wettbetrügern droht nun Gefängnisstrafe

Wer sich an Wettbetrug beteiligt, soll strenger bestraft werden. Es drohen bis zu fünf Jahre Haft. Der Gesetzentwurf wurde gestern verabschiedet.

07.04.2016
  • DPA

Berlin. Bis zu fünf Jahren Gefängnis drohen in Zukunft Sportlern, Trainern, Schiedsrichtern und Funktionären bei Spielmanipulation und Wettbetrug. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat das Bundeskabinett gestern verabschiedet. "Mit dem beschlossenen Gesetzentwurf zeigen wir Betrug und Manipulation im Sport die Rote Karte", sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). "Sport hat eine riesige gesellschaftliche Bedeutung. Wir müssen alles tun, um die Glaubwürdigkeit des Sports zu schützen."

Das Gesetz soll die Integrität des Sports und das Vermögen anderer vor der Manipulation von Wettkämpfen besser schützen. Neben Gefängnisstrafen zwischen drei und fünf Jahren sind auch Geldbußen vorgesehen. Durch den Gesetzentwurf soll zudem für die neuen Straftatbestände unter besonderen Voraussetzungen eine Befugnis zur Überwachung der Telekommunikation geschaffen werden. "Sportwettbetrug und die Manipulation berufssportlicher Wettbewerbe beeinträchtigen die Integrität des Sports", sagte Maas.

Weltweit werden nach Schätzungen rund 700 Milliarden Euro in Sportwetten investiert. "Die bisherige Rechtslage hat Spiel- und Wettmanipulationen nur unzureichend erfasst. Das werden wir nun mit den neu zu schaffenden Straftatbeständen ändern", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU).

Abgesehen von einer einfacheren und konsequenteren Verfolgung von Betrug von Sportwetten, würden künftig auch Absprachen mit Trainern, Schieds-, Wertungs- oder Kampfrichtern, um den Verlauf beziehungsweise das Ergebnis von Sportereignissen zu beeinflussen und zu manipulieren, als Straftatbestand angesehen.

"Nur so kann der Kampf gegen die weltweite Bedrohung durch die Wettmafia erfolgreich gestaltet werden", sagte Rainer Koch, Interimspräsident des Deutschen Fußball-Bundes.

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07.04.2016, 06:00 Uhr

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