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Rottenburger sehr agil

Wettbewerb um Deutschlands aktivste Stadt

66 Gruppen und Initiativen haben sich beworben, um die Stadt Rottenburg beim Wettkampf um den Titel „Deutschlands aktivste Stadt 2013“ zu unterstützen. Gestern brachte Jürgen Cavatoni die Urkunde, die Rottenburgs Erreichen der Endrunde dokumentiert. Ob die Stadt ins Finale kommt, erfährt sie im November.

21.09.2012
  • Gert Fleischer

Rottenburg. Cavatoni ist Teamleiter Sonderveranstaltungen beim Sponsor Coca-Cola. Der Getränkehersteller und der Deutsche Olympische Sportbund haben den Wettbewerb, der zu sportlicher Bewegung animieren will, erfunden. Rottenburg startet in der mittleren von drei Größenklassen und kann 35 000 Euro gewinnen. Um ins Finale zu kommen, muss die Stadt fünf der sechs Konkurrentinnen Ibbenbüren, Herzogenrath, Kirchheim unter Teck, St. Wendel, Neu-Isenburg und Kaufbeuren übertrumpfen. Dabei spielt es eine Rolle, wie viele Initiativen sich melden, die im Finale mit viel Bewegung dabei sind. Wie viel Initiativen die Konkurrenz hat, bleibt geheim.

Sportamtsleiter Karlheinz Geppert brachte gestern die Anmeldung der 66. Gruppe mit. Es ist der hiesige Ableger der Aktion „Outdoor-Fitness für Mutter mit Kind und Kinderwagen“. Nachzügler haben bis letztens kommenden Montag die Möglichkeit, ihre Unterlagen einzureichen. Die Initiativen können auch Geld gewinnen: 500 Euro erhält, wer bundesweit Initiative des Monats wird; die Initiative des Jahres bekommt 2000 Euro. Alles Nötige ist zu erfahren im Internet unter www.hohenberghalle.de.

Fürs Finale wäre sehr viel vorzubereiten

Anfang November wählt die Mission-Olympic-Jury in jeder der drei Größenkategorien zwei Finalstädte aus. Diese sechs Städte richten im Sommer kommenden Jahres jeweils ein großes Sportevent als Finale aus. Dabei treten – in einem Fernduell – jeweils die zwei Städte der drei Größengruppen gegeneinander an und ermitteln den Sieger. Je mehr Leute aktiv dabei mitmachen, desto größer ist die Chance auf den Titelgewinn.

Falls Rottenburg ins Finale käme, das zwischen Mai und September ausgetragen wird, müsste die Stadt mit ihren Initiativen ein breitensportliches Wochenende aufziehen, dessen Qualität von der offiziellen Mission-Olympic-Jury beurteilt und mit der der anderen Finalstadt verglichen wird. Welches Ausmaß dieser „Final Event“ haben wird, zeigt die Anschub-Unterstützung, die der Sponsor dafür gibt: 30 000 Euro für eine Stadt der mittleren Größenklasse (25 000 bis 75 000 Einwohner). Die Stadtverwaltung Rottenburg denkt daran, dieses Sport-Final-Wochenende, wenn sie es erreicht, während der Heimattage Baden-Württemberg zu machen.

Der Freitag ist als „Tag des Alltagssports“ auszurichten. Kitas, Schulen, öffentliche und private Einrichtungen sowie Behörden und Handel präsentieren sich jeweils 10 bis 30 Minuten dezentral in ihrer jeweiligen Einrichtung. Beim folgenden 24-Stunden-Tag können alle Bürger/innen die von Sportvereinen und -gruppen präsentierten Sportangebote an einem zentralen Ort und bis zu 24 Stunden lang ausprobieren.

Auch Hosen-Stapeln gilt als Bewegung

Jede einzelne Aktion wird bewertet und geht ins Gesamtergebnis ein. Nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität wird bewertet, beispielsweise die Gesamtkonzeption oder die Vielfalt des Angebots für verschiedene Zielgruppen.

Sich bewegen – das muss man sich nicht immer als klassischen Sport vorstellen. Die Mitarbeiter/innen des Organisationsbüros in Berlin sind jedes Mal wieder erstaunt, auf welche Ideen die Initiativen kommen: auf Dosen werfen, Zeitungsbündel weit werfen, Jeanshosen stapeln (da steckte ein Textilgeschäft dahinter), Brötchen stapeln. Sobald etwas mit Tempo erledigt wird, kommt Bewegung rein. Es geht auch langsam: Wer zehn Liegestütze machen muss, bevor er eine Kugel Eis bekommt, hat sich bewegt und möglicherweise nicht nur einen Sport-, sondern auch einen Originalitätspunkt für seine Stadt erkämpft.

Damit richtig gezählt und bewertet wird, sucht sich Mission Olympic Zähler vor Ort. Die werden, um nicht der Gefahr der Parteilichkeit zu erliegen, von Scouts beobachtet. Das sind Leute von der Universität Paderborn mit Erfahrung.

Der Wettbewerb zwischen den beiden Finalstädten wird zum größten Teil indirekt ausgetragen. Seit vorigem Jahr gibt es dazu noch einen kleinen direkten Vergleich, der sich als spannungsfördernd erwiesen hat. Dabei treten fünf Teammitglieder (plus drei Ersatzspieler) gegeneinander an – einmal in dieser, einmal in der anderen Stadt. Was sie zu tun haben, gibt Mission Olympic vor. Es könnte etwas sein wie Tauziehen oder Gummistiefel-Weitwurf, sagt das Organisationsteam.

Wettbewerb um Deutschlands aktivste Stadt
Start in die Endrunde zu Mission Olympic gestern auf dem Marktplatz. Vorn in den Startblöcken (von links) Sportkreis-Vorsitzender Eberhard Heinz, OB Stephan Neher und Hermann Sambeth, Chef des Fördervereins Hohenberg-Halle. Sportlich dahinter stehend Norbert Vollmer, Geschäftsführer des Turnvereins Rottenburg; TVR-Eventmanager Philipp Vollmer; Jürgen Cavatoni, Teamleiter Sonderveranstaltungen bei Coca-Cola, Sportamtsleiter Karlheinz Geppert und TVR-Vorsitzender Klaus Maier.

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21.09.2012, 12:00 Uhr

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