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Kommentar Flixbus

Wettbewerb richtet es

Es ist alte deutsche Tradition, bei allen Neuerungen nicht die Chancen, sondern nur die Risiken zu sehen, nicht die Vorteile für viele, sondern die Bedenken der wenigen. Deshalb stand die Öffnung staatlich geschützter Branchen bei manchen unter dem Verdacht, das Feld zu bereiten für dubiose Geschäftspraktiken.

15.03.2018

Von HELMUT SCHNEIDER

Ulm. Dass die Liberalisierung ein Segen sein kann, zeigte sich etwa auf dem Telekommunikationsmarkt. Telefonieren war früher sehr teuer, sehr umständlich und technisch eine Zumutung. Und heute – das Gegenteil!

Die Öffnung des Fernbusmarktes, in welchem die staatliche Bundesbahn vor Konkurrenz geschützt wurde, hat zu einer für den Verbraucher ähnlich erfreulichen Entwicklung geführt. Wo früher die Bahn kräftig zugelangt hat, bot die private Fernbus-Konkurrenz plötzlich ungeahnte Möglichkeiten für den schmalen Geldbeutel.

Die kurze Geschichte von Flixbus ist deshalb schon jetzt eine Erfolgsgeschichte. 40 Millionen Fahrten im vergangenen Jahr sind der Beleg dafür.

Dass das Quasi-Monopol Flixbus in Wirklichkeit bei seiner Preispolitik nicht wie ein Monopolist schalten und walten kann, ist wiederum der Bahn zu verdanken. Die Fernbuspreise werden auch künftig nicht nennenswert steigen, weil sonst die Kundschaft wieder verstärkt zur Bahn zurückkehren würde. So schön kann's nur der Wettbewerb richten.

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Erstellt:
15. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
15. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. März 2018, 06:00 Uhr

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