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Whisky

Hiermit hat nun auch Uruguay einen Ehrenplatz auf der Cineasten-Landkarte.

Hiermit hat nun auch Uruguay einen Ehrenplatz auf der Cineasten-Landkarte.

WHISKY
Uruguay

Regie: Juan Pablo Rebella, Pablo Stoll
Mit: Andrés Pazos,Mirella Pascual

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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24.11.2015
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Wenn der Held des Films ein Sockenfabrikant ist, sollte man besser keine Erfolgsstory erwarten. Jacobo ist so ein Exemplar und noch nicht einmal ein besonders tüchtiges. Seine winzige Klitsche hat seit Jahrzehnten keine neue Maschine mehr gesehen. Bleierne Routine bestimmt das Verhältnis zu seiner Vorarbeiterin Marta, die ihm an Verhärmtheit in nichts nachsteht. Versteht sich, dass diese zwei Frühvergreisten auch privat auf der Verliererseite stehen.

Aber manchmal bedarf es nur eines kleinen Anstoßes, damit solche Trauerklöße wieder ins Reich der Lebendigen einziehen. Hier ist es Jacobos Idee, Marta solle ein paar Tage lang seine Frau mimen, die den Stein ins Rollen bringt. Mit dem Theater will er seinem erfolgreichen, lange abwesenden Bruder wenigstens ein bisschen Eheglück vorgaukeln.

Gemeinsam machen die drei einen Kurztrip ans Meer, wo Marta sichtlich aufblüht, während Jacobos Lebensgeister zunächst nur zögerlich in Form von Eifersucht erwachen, die ihm bei den Geplänkeln zwischen Bruder und Scheingattin überkommt. Man hat den Film von Pablo Stoll und Juan Pablo Rebella mit Kaurismäki verglichen, was im Hinblick auf ihr Faible für melancholische Underdogs und skurrile Bildtableaus stimmt.

Gewarnt sei aber, wer auf eine Emanzipations-Komödie à la „Brot und Tulpen“ hofft. Erlösung gibt es nämlich nur fein dosiert bei dem Regie-Duo aus Uruguay, das zudem eine rauere Gangart bei der Charakter- und Milieuzeichnung pflegt, auf äußerliche Dramatik völlig verzichtet und statt Lehren zu erteilen lieber Bilder sprechen lässt.

Spielplan

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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20.05.2005

12:00 Uhr

paula schrieb:

heimlich, still und leise...
ausdrucksstarke Bilder



06.05.2005

12:00 Uhr

Fabian Everding schrieb:

Die Handlung klingt zwar zunächst nach einem sehr melancholischen und eher traurigen Film, tatsächlich aber sind Jacobos Loser-Attitüten zum Brüllen komisch.
Ein absolut gelungener Film, nur das offene Ende läßt den Zuschauer etwas verstört zurück.



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