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Platz ist genug da

Wie die Kinderbetreuung organisiert ist

Wenn Eltern aus Ammerbuch nicht ungewöhnlich viel Kinder für Kindergärten und Krippen anmelden, kommt die Gemeinde mit der Betreuung hin. Für ein Ganztagsangebot bis zum Ende der Grundschule soll jetzt ein Konzept her.

13.06.2012
  • Mario Beisswenger

Ammerbuch. „Beim Platz ist die Lage relativ entspannt. Es muss lediglich Personal eingestellt werden.“ So fasste Angelika Thomma die Lage in Ammerbuchs Kindergärten zusammen. Am Montag stellte die Fachfrau für die Kinderbetreuung im Ammerbucher Rathaus dem Gemeinderat ihre Planung für die nächsten zwei Jahre vor.

Ihr turnusmäßiger Überblick umfasste alle Bereiche der Kinderbetreuung von den Kleinkindern bis zum möglichen Ganztagsbetrieb in der Grundschule. Bei den Unter-Drei-Jährigen steht Ammerbuch ganz gut da (siehe Info-Kasten). Allerdings wies Thomma die Räte darauf hin, dass in Zukunft die Eltern bestimmen werden, wo und wie die Gemeinde die Kinderbetreuung anbietet: „Die Nachfrage wird in Zukunft das Angebot bestimmen.“

In Reusten gibt es zu wenige Neugeborene

Im Kindergartenbereich scheint beides im Gleichgewicht zu sein. In Altingen und Poltringen gebe es genug Platz, um – wie absehbar – mehr Kinder aufzunehmen. Bislang habe die Gemeinde auch noch kein Problem, Personal zu finden. Etwas Sorge macht sich Thomma nur um Reusten. Bei Geburten von durchschnittlich fünf Kindern in den vergangenen Jahren müsse man sich Gedanken über die Zukunft der Einrichtung machen.

Aus den dem Rat vorgelegten Planzahlen ergab sich zwar, dass ab 2016 Kindergartenplätze fehlen, doch das sei ein Effekt der Berechnungsgrundlage, erklärte Bürgermeister Friedrich von Ow. Seine Verwaltung nimmt den Geburtenschnitt der vergangenen zehn Jahre zum Ausgang der Planung. Die Geburten sanken aber zuletzt deutlich. „Beim Schnitt der letzten fünf Jahre hätten wir kein Defizit.“

Noch nicht fertig sind die Gemeinde-Pläne für mehr Ganztagsbetreuung. Bislang ist die Nachfrage verhalten. Im Altinger Roßberg-Kindergarten sind nicht alle Plätze im Ganztagsangebot belegt. Weil Eltern auch über den Kindergarten hinaus denken müssen, arbeitet die Verwaltung mit dem Mütter- und Familienzentrum (Mütze) an einem Konzept, wie die Betreuung in der Grundschule weitergeht. Auch den Plan, in Entringen rund um die Grundschule ein Ganztagsangebot aufzubauen – als möglicher Ersatz für den Kindergarten in der Fliederstraße – will die Verwaltung weiter vorantreiben.

Abgerundet wurde die Sitzung zu Kinderthemen mit einem Beschluss zur Bezahlung von Tageseltern. Weil es übers Land mehr Geld für Unter-Dreijährige gibt, streicht die Gemeinde ihren bisherigen freiwilligen Zuschuss. Bei Über-Drei-Jährigen fließt er wie bisher. Mit neun zu acht Stimmen war der Rat auch dafür, das wie bisher auch Großeltern Tageseltern sein können. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, Geld für nahe Verwandte auszuschließen.

Wie die Kinderbetreuung organisiert ist
Auch der Entringer Gemeindekindergarten Fliederstraße könnte in den kommenden Jahren Kinder aufnehmen. Bisher ist allerdings noch nicht sicher, ob sich eine Sanierung des Gebäudes lohnt.Archivbild: Sommer

Rund 1,6 Millionen Euro steckt Ammerbuch in die neue Kinderkrippe in Pfäffingen. Auf dem Platz des alten Ärztehauses soll im Herbst mit dem Rohbau begonnen werden. Bis zu vier Kleinkindgruppen sollen in dem mit fast einer halben Million vom Bund bezuschussten Gebäude unterkommen. An laufenden Ausgaben überschlägt die Gemeinde etwa 400 000 Euro im Jahr, wenn alle Gruppen belegt sind. Etwa zwei Drittel davon will das Land übernehmen.
Mit einer vom Herbst 2013 an voll ausgelasteten Pfäffinger Krippe und unter Einbeziehungen aller Angebote für Unter-Drei-Jährige würde Ammerbuch knapp 40 Prozent aller Kleinkinder einen Krippenplatz bieten und läge damit leicht über der politisch gesetzten Zielmarke für die Kleinkindbetreuung.

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13.06.2012, 12:00 Uhr

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