Wie gewonnen, so zerronnen

18.12.2019

Von MANUELA HARANT

über einen Schachprofi als Fußballmanager Foto: Volkmar Könneke

über einen Schachprofi als Fußballmanager Foto: Volkmar Könneke

Der Schachsport und das Pokerspiel haben viel gemeinsam. Geht es doch in beiden Disziplinen um das schnelle Berechnen von Wahrscheinlichkeiten, nach dem anschließend gehandelt wird. Nicht umsonst verdienen hochkarätige Schachspieler nebenher beim Texas Hold'em Millionen – sowohl auf Turnieren als auch online.

Einer der besten im Spiel mit Bauern, Damen und Königen ist der Norweger Magnus Carlsen. Doch das Schach-Genie hat offenbar nicht das vermeintliche Karten-Glücksspiel als zweiten Karriereweg eingeschlagen, sondern das Online-Managerspiel „Fantasy Premier League“. Dort können Fußballfans reale Spieler aus den Topligen auswählen und Teams zusammenstellen. Je nach Abschneiden dieser Kicker auf dem Platz erhalten die Online-Manager dann Punkte.

Anhand der Berechnung von Marktwerten und Formkurven lässt sich hier mit Sicherheit ebenfalls eine Mannschaft zusammenstellen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen tausende andere im Online-Vergleich gewinnt. Und znächst sah es tatsächlich danach aus, dass Carlsen auch diese Welt erobert. Der 29-Jährige lag bis vor kurzem noch an der Spitze der Wertung. Doch am Montagabend zogen zwei Mitspieler an dem Schachweltmeister wieder vorbei. Der Fußball ist eben doch nicht so berechenbar wie Karten- und Brettspiele. Gott sei Dank.

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Erstellt:
18.12.2019, 06:00 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 35sec
zuletzt aktualisiert: 18.12.2019, 06:00 Uhr

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