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Motorroller im Tunnel

Wieder öffnen

Weil er den Fahrer eines Motorrollers im Fußgängertunnel attackierte und sein Handy gegen die Tunnelwand kickte, ermittelt die Polizei gegen einen 50-Jährigen („Selbstjustiz im Schlossbergtunnel“).

21.07.2014

Lieber Rollerfahrer, falls Dir die Ordnungsmacht trotz der Attacke des schäumenden Blockwarts ein Bußgeld aufs Auge gedrückt hat: Ruf mich an! Den Strafzettel würde ich gerne übernehmen. Und lieber Boris, nun zu Dir: Wie wäre es, jetzt endlich den Tunnel für Rollerfahrer wieder zu öffnen. Das hat schließlich 30 Jahre lang prima funktioniert, selbst zu den großen Zwei-Takt-Zeiten der Zündapps und Kreidlers.

Warum eigentlich die Sperrung? Lärm? Dann müssten jeden Mittag auch die Schulkinder geknebelt werden. Abgas? Dann wäre ein Rauchverbot im Tunnel konsequenter.

Eine Wiedereröffnung für Roller würde nicht nur dem Blutdruck einiger offensichtlich affektinkontinenter Mitbürger senken, sondern unter Umständen auch dem ersten Tübinger Lynchmord vorbeugen. Auch der CO2-Bilanz der Stadt würde es helfen. Seit die Anzahl legaler Verkehrswege für Roller von Tübingen-Nord nach Tübingen-Süd in einem Akt substanzfreier Symbolpolitik per Federstrich auf einen einzigen reduziert wurde, verfahre ich pro Jahr mehr als 1500 Kilometer zusätzlich. Tübingen macht blau, aber nicht alle dürfen mitspielen.

Martin Bleif, Tübingen

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21.07.2014, 12:00 Uhr

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