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Wilde Maus und Lebkuchen-Herzen
Marktkaufmann Christian Baumgartner dekoriert sein Herzl-Atelier. Foto: Caroline Holowiecki
Wasen

Wilde Maus und Lebkuchen-Herzen

Am Ostersamstag startet das 79. Stuttgarter Frühlingsfest. 23 Tage lang wird in Bad Cannstatt gefeiert. Bis zu 120 Polizisten pro Tag werden für die Sicherheit der Besucher sorgen.

12.04.2017
  • CAROLINE HOLOWIECKI

Stuttgart. Es kann nur besser werden. Im vergangenen Jahr vermiesten Regen und niedrige Temperaturen Rummelfans den Besuch auf dem Stuttgarter Frühlingsfest. Die Bibber-Bilanz: An 17 von 23 Tagen war das Wetter schlecht. Das machte sich freilich bei den Besucherzahlen bemerkbar. Mit 1,3 Millionen Besuchern kamen etwa 200 000 weniger als 2015.

Dieses Minus gilt‘s in diesem Jahr wieder aufzuholen. „Mit allem drüber raus sind wir sehr zufrieden“, sagte Andreas Kroll, der Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft, am Dienstag bei der Vorstellung des diesjährigen Programms.

Kalendarisch liegt Europas größtes Frühlingsfest günstig. Los geht es pünktlich zum Ende der Fastenzeit, am Ostersamstag, dann wird 23 Tage gefeiert. Die Montage, klassischerweise nicht besonders besucherstark, fallen auf Feiertage sowie auf ein VfB-Heimspiel. Und auch von anderen Veranstaltungen in den benachbarten großen Hallen, etwa dem Porsche Tennis Grand Prix oder dem Schlagerfest am 5. Mai, verspricht man sich Zulauf.

Die Maß wird etwas teurer

Da fällt es vielleicht nicht so sehr ins Gewicht, dass das Frühlingsfest in diesem Jahr mit keiner Fahrgeschäfte-Neuigkeit wuchern kann. Dafür gibt es einige Comebacks, etwa das des 66 Meter hohen Freifallturms „Power Tower 2“ und der Gruselbahn „Geisterschloss“. Ebenso finden die Besucher die Wasen-Klassiker wie den „Breakdance“, die „Wilde Maus“ und natürlich das Riesenrad. Im Blick haben die Veranstalter gerade in den Ferien Familien, erklärte Andreas Kroll.

Die mehr als 250 Schausteller, Wirte und Marktleute sind bereits da, bauen auf und polieren ihre Fahrgeschäfte auf Hochglanz. Weit über 700 hätten sich beworben, „wir konnten uns alles aussuchen“, sagte in.Stuttgart-Abteilungsleiter Marcus Christen.

Beliebt sind neben den Karussells auch die rund 15 000 Sitzplätze in den drei großen Festzelten „Göckelesmaier“, „Grandls Hofbräu Zelt“ und „Wasenwirt“. Die Maß wird wieder etwas teurer, bleibt aber auf Volksfest-2016-Niveau. Bei den drei Platzhirschen zahlten die Besucher beim vergangenen Frühlingsfest zwischen 9,70 und 9,80 Euro für den Liter Bier, in diesem Jahr muss man einheitlich 9,90 Euro berappen.

Noch scheue man sich davor, die magische Grenze von zehn Euro zu überschreiten, „beim Volksfest wird das aber kommen“, kündigte „Wasenwirt“-Gastronom Armin Weeber an.

Dass Alkoholisierte nicht über die Stränge schlagen, darauf wird einmal mehr die Polizei ein Auge haben. Und nicht nur darauf. Laut Thomas Engelhardt, dem Leiter des zuständigen Polizeireviers 6, werden bis zu 120 Beamte täglich das Gelände sichern. Die Besucher müssen sich wie schon beim Volksfest im Herbst auf Einlasskontrollen an sämtlichen Zugängen einstellen.

Aufgrund der „abstrakten hohen Gefährdungslage“ werden Polizisten auch offen Maschinenpistolen tragen, kündigte er an, sämtliche Zufahrtswege werden durch Poller und andere Sperren blockiert. „Die Präsenz wird nochmals erhöht, auch werden deutlich mehr zivile Streifen im Einsatz sein“, sagte Engelhardt.

Deren Fokus soll auf den Themen sexuelle Übergriffe, Ordnungsstörung, Alkohol und Betäubungsmittel liegen, und auch die Belange der Anwohner will man durch eine stärkere Kontrolle der „Verkehrs- und Anstandsregeln beim Abmarsch“ im Blick behalten. Maßnahmen, die bereits in den vergangenen Jahren gefruchtet haben. Laut dem Revierleiter sind seit 2014 die Straftaten beim Frühlingsfest um etwa 30 Prozent zurückgegangen.

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12.04.2017, 06:00 Uhr

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