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Wildschwänen fehlt der Biss
Ulrich Maurer glaubt weiter an sein Team. Foto: Buthmann /Eibner-Pressefoto
Eishockey

Wildschwänen fehlt der Biss

Von weiteren Niederlagen könnte sich Schwenningen nur schwer erholen – Heute Spiel in Iserlohn.

22.11.2016
  • HELEN WEIBLE

Schwenningen. Viel Zeit zur Fehleranalyse der Niederlage gegen München bleibt den Schwenninger Wild Wings nicht. Schon heute müssen sie in der DEL wieder aufs Eis, in Iserlohn, bei den Roosters (19 Uhr). Die Analyse würde ohnehin kurz ausfallen. Beim 1:2 gegen den amtierenden Meister haperte es abermals an einem im sportlichen Wettbewerb maßgebenden Faktor: den Torerfolgen.

Daniel Schmölz hatte den einzigen Treffer für den Tabellenletzten kurz vor Schluss erzielt. Davor hatten er und seine Teamkollegen etliche Chancen vergeben, oft war auch Pech dabei. Manchmal hätte aber eine unerwartete Passfinte, ein schnelles Kombinationsspiel geholfen, um den eher verhalten pressenden Bayern das Leben schwerzumachen. Die konnten allerdings mit David Leggio auch auf einen gut aufgelegten Torhüter setzen.

Von fehlender taktischer Variabilität wollte Coach Pat Cortina aber nichts wissen, er blieb eher allgemein: „Wir müssen über 60 Minuten gutes Eishockey spielen. Das haben wir nicht gemacht, im ersten Drittel haben wir zwölf Mal den Puck verloren. In Überzahl haben wir zwar Chancen kreiert, sie aber nicht zu Ende gespielt.“

Cortina wirkt unterschwellig deprimiert. „Wie soll das auch gehen, wenn wir nicht selbstsicher sind?“ Wild-Wings-Stürmer Ulrich Maurer, einer der vergangene Saison mit den Münchner Bullen den Titel feierte, hat einige Erklärungsversuche parat für die Schwenninger Ladehemmungen und das allgemeine Formtief. Er kennt beide Gefühlslagen, die als Champion mit breit geschwellter Brust – und jetzt als gerupfter Pleitenvogel.

„Wir warten immer viel zu lang in einem Spiel und lassen uns von Rückschlägen aus dem Gleichgewicht bringen. Dann klappen auch die einfacheren Dinge nicht und das Quäntchen Glück fehlt schließlich auch“, sagt er nach einem Spiel, in dem seine Mannschaft mit einigen Phasen im Powerplay sich hätte Vorteile verschaffen können. Doch die Mannschaft verkrampfte, es fehlte die Lockerheit eines Siegerteams, das es gewohnt ist, die Ruhe zu bewahren und zu attackieren, wenn sich die Möglichkeit bietet.

Die Münchner spielten einfach cleverer, sie kassierten 22 Strafminuten (Schwenningen 6) und machten gerade im Unterzahlspiel eine gute Figur. Kapitän Michael Wolf hatte dann den spielentscheidenden Treffer gelandet. EHC-Trainer Don Jackson erklärte: „Powerplay ist langsam, wir spielen schneller mit Fünf, das liegt uns.“ Der Amerikaner plagt sich mit Luxusproblemen herum, wie etwa statistische Werte zu verbessern.

Für so etwas hat Pat Cortina keinen Kopf. Er weiß, dass er lauter charakterstarke Akteure im Kader hat, die einfach mal wieder einen Sieg brauchen, um diese Saison den Schalter umzulegen. Und dazu sind 60 Minuten gutes Eishockey nötig. Helen Weible

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22.11.2016, 06:00 Uhr

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