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Talkshow

Will verteidigt Sendung mit Verschleierter

Die Moderatorin hält TV-Debatten auch über anstößige Thesen für journalistisch notwendig. Die CSU widerspricht.

10.11.2016

Von AFP

Anne Will diskutiert mit Wolfgang Bosbach und Nora Illi. Foto: dpa

Hamburg. Talkmasterin Anne Will hält die heftig diskutierte Einladung der vollverschleierten Schweizerin Nora Illi in ihre Sendung für notwendig. „Wir wollten zeigen: Wie denkt Frau Illi in der von uns diskutierten Frage? Ich hätte es als journalistisches Versäumnis ersten Ranges empfunden, wenn wir genau das nicht gezeigt hätten“, sagte Will der Wochenzeitung „Die Zeit“.

„Wir wussten, was wir tun, wenn wir Frau Illi einladen“, sagte Will. Auch dass die Konvertitin Dschihadisten verteidigte, sei vertretbar. „Anstößige Inhalte, und als solche empfinde ich sie, muss ich trotzdem diskutieren lassen.“ Die Grenze sei da erreicht, wo zur Gewalt aufgerufen werde. Das habe Illi nicht getan. Mit der Sendung will sich Anfang Dezember der Rundfunkrat des zuständigen NDR befassen.

Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, nannte den Auftritt Illis „befremdlich und irritierend“ und fügte hinzu: „Wir dürfen islamistischer Propaganda keine Plattform geben.“ afp

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Erstellt:
10. November 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
10. November 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. November 2016, 06:00 Uhr

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